Frankfurt Schluss: Dax nur wenige Punkte vom Rekordhoch entfernt
08.10.2025 - 18:15:54 | dpa.deEr beendete den Tag schlieĂlich jedoch knapp unter 24.600 Punkten.
Die Anleger fokussieren sich derzeit vor allem auf positive Nachrichten und blenden Negatives aus. So verdeutlichen die ĂŒberraschend schwachen Industriedaten aus Deutschland die Gefahr einer Rezession in diesem Jahr, und das trotz geplanter milliardenschwerer staatlicher Investitionen. Dennoch wird lieber auf die EU-MaĂnahmen fĂŒr die Stahlbranche geschaut, die tags zuvor bekannt wurden. AuĂerdem hoffen sie darauf, dass die Regierungskrise in Frankreich ohne Neuwahlen gelöst werden kann. Obendrein sorgen neuerliche Gewinne an der US-Börse Nasdaq auch hierzulande fĂŒr weitere Fantasie rund um den Megatrend KĂŒnstliche Intelligenz (KI).
Mit einem Plus von 0,87 Prozent auf 24.597,13 Punkte ging der Dax aus dem Tag. Um seine Bestmarke von 24.639 ZĂ€hlern aus dem Monat Juli zu ĂŒbertreffen, fehlten rund eine Stunde vor dem Börsenschluss nur etwas mehr als acht Punkte. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroĂen Unternehmen stieg zu Handelsschluss um 0,04 Prozent auf 30.848,82 Punkte.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 legte zur Wochenmitte um 0,64 Prozent auf 5.649,73 Punkte zu und steht damit dicht unter seinem Rekordhoch vom 2. Oktober. Der Cac 40 FR0003500008 ist mit seinem Gewinn an diesem Tag keine 200 Punkte von einer Bestmarke entfernt. Die hatte der französische Leitindex mit knapp unter 8.260 ZĂ€hlern im Mai 2024 erreicht. AuĂerhalb der Euroregion setzte der britische FTSE 100 GB0001383545 seine Rekordrally fort. Mit Gewinnen schloss auch der Schweizer SMI CH0009980894.
In den USA gab zwar der Dow Jones Industrial US2605661048 zur selben Zeit leicht nach, die technologielastige Nasdaq-Börse US6311011026 verbuchte indes wieder Gewinne und nÀhert sich ihrem Rekordhoch vom Vortag erneut an.
Dass im August die Industrieproduktion hierzulande wegen eines Einbruchs in der Autoindustrie deutlich stĂ€rker als erwartet sank, belastete nur diese Branche deutlich. Hinzu kam, dass der MĂŒnchner BMW DE0005190003-Konzern DE0005190003 seine Prognose fĂŒr das laufende Jahr senkte. Die Aktie brach um 8,3 Prozent auf den tiefsten Stand seit Juli ein. Vor allem das China-GeschĂ€ft bereitet dem Markt Sorgen.
Mercedes DE0007100000 mit minus 2,9 Prozent und Volkswagen <DE0007664039 mit minus 1,9 Prozent zÀhlten ebenfalls zu den schlechtesten Werten im Dax. Porsche AG DE000PAG9113 verloren im MDax 1,3 Prozent.
Bei Aurubis DE0006766504 nahmen die Anleger nach dem hohen Kurszuwachs am Vortag und dem nun prĂ€sentierten Ausblick des Kupferkonzerns Gewinne mit. Die Aktie verlor 5,6 Prozent. Die Marktprognosen lĂ€gen bereits am oberen Ende der Unternehmensprognose fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2025/26, sagte ein HĂ€ndler.
Stahlwerte wie Thyssenkrupp DE0007500001, Salzgitter DE0006202005 und Klöckner & Co DE000KC01000 legten um bis zu 4,7 Prozent zu. Wie die EU-Kommission tags zuvor mitgeteilt hatte, sollen Zölle auf Stahl auf 50 Prozent verdoppelt werden.
Aixtron DE000A0WMPJ6 sackten um 5,1 Prozent ab. Die USA blicken kritisch auf ChipausrĂŒster-Exporte nach China, was Sorgen vor ExportbeschrĂ€nkungen Vorschub leistete. Zudem erwartet JPMorgan eine nur langsame Erholung in den KernmĂ€rkten des Unternehmens.
Puma DE0006969603 sprangen nach einer Hochstufung durch die Bank of America um 6,8 Prozent hoch. Im SDax DE0009653386 zogen nach den RekordlĂ€ufen von Hochtief DE0006070006 und Bilfinger DE0005909006 als Infrastrukturgewinner nun die Papiere des Spezialisten fĂŒr Pipeline- und Anlagenbau von Friedrich Vorwerk DE000A255F11 nach. Sie legten um 5,8 Prozent auf ein Rekordhoch von 92 Euro zu./ck/he
--- Von Claudia MĂŒller, dpa-AFX ---
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