Boerse, Börsenbericht

Dax am Mittag freundlich - US-Inflationsdaten nÀhren Hoffnung

13.07.2023 - 12:37:45 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem verhaltenen Start bis zum Mittag in den grĂŒnen Bereich gearbeitet.

Frankfurter Börse - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur

Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 16.100 Punkten berechnet, 0,5 Prozent ĂŒber dem Schlussniveau vom Vortag. ZuwĂ€chse gab es unter anderem bei den Aktien von Infineon, Siemens Energy und der Commerzbank.

Mit der Erholung feierten die Anleger das erwartete Ende des Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Die Bullen wittern nach dem deutlichen RĂŒckgang der Kerninflation in den USA Morgenluft - das Ende der seriellen Leitzinsanhebungen der Fed steht bevor." Auch wenn dies weitere Erhöhungen nicht ausschließe, dĂŒrfte die Notenbank im Rest des Jahres viel mehr auf Sicht fahren, um die Wirkung der von ihr verabreichten Medizin gegen die Inflation besser beobachten zu können, erwartet Stanzl. "Die Zeit der prĂ€ventiven und potenziell wachstumsgefĂ€hrdenden geldpolitischen Vollbremsung ist aller Voraussicht nach vorbei." Das, womit sich der Markt vermutlich in den nĂ€chsten sechs bis neun Monaten beschĂ€ftigen mĂŒsse, sei die Gefahr einer allzu starken Disinflation, was am Ende auch zu Deflation fĂŒhren könne. Auch wenn dieses Szenario bislang nicht mehrheitsfĂ€hig sei, berge der deflationĂ€re Trend in China die Gefahr, ĂŒber den Export auch nach Europa zu kommen. "Viele Unternehmen haben die Inflation als Vorwand genutzt, die Preise ĂŒber GebĂŒhr anzuheben und sie treffen nun mit hohen Preisen auf eine sich abkĂŒhlende Konjunktur", so der Marktanalyst. Das könne den disinflationĂ€ren Trend am Ende verstĂ€rken. "Die BĂ€ren an der Frankfurter Börse aber haben fĂŒr den Moment erkannt, wessen Stunde schlĂ€gt, und streichen die Segel." Man sollte sich an der Börse nicht gegen die Notenbank stellen. "Wenn diese vor einer möglichen geldpolitischen Kurskorrektur steht, sollte man nicht auf der falschen Seite des Marktes bleiben, auch wenn die SaisonalitĂ€t im Dax bald eine andere Sprache spricht", so Stanzl. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung tendierte am Donnerstagmittag stĂ€rker. Ein Euro kostete 1,1161 US-Dollar (+0,31 Prozent), ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8960 Euro zu haben.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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