Dax, Minus

Dax startet leicht im Minus - Hoffnung auf Zinssenkungen

07.12.2023 - 09:32:48 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Dax ist am Donnerstagmorgen mit leichten Verlusten in den Handelstag gestartet.

Anzeigetafel in der Frankfurter Börse - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 16.620 Punkten berechnet, 0,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. Am unteren Ende des Tableaus kursierten Zalando, Siemens Energy und Continental.

Ein Analyst hatte die Papiere des Automobilzulieferers in seinen Kaufempfehlungen zuletzt herabgestuft. Von der Spitze grĂŒĂŸte unterdessen MTU. Bei deren Aktien war das Kursziel angehoben worden. Die Hoffnung auf deutliche geldpolitische Lockerung durch die EuropĂ€ische Zentralbank im kommenden Jahr trieb den Dax in den vergangenen Tagen zu neuen Allzeithochs. "Auch als die Wall Street bereits zur SchwĂ€che neigte, stiegen die Kurse in Frankfurt weiter", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Eine Bewegung, die sehr stark fĂŒr einen Short Squeeze spricht, in dem nun vielleicht auch die letzten LeerverkĂ€ufer aus ihren Positionen gedrĂ€ngt wurden." Anleger erwarteten jetzt fĂŒr 2024 sechs Zinssenkungen durch die EZB zu je 25 Basispunkten. "Das wĂ€re vor gerade mal drei Wochen noch undenkbar gewesen." WĂ€hrend die Politik weiterhin vor der Bedrohung durch die Inflation warne, deuteten eine Reihe von geldpolitischen Kommentaren aus den Kreisen des EZB-Rats in den letzten Tagen darauf hin, dass weitere Anhebungen der Leitzinsen auf ĂŒber vier Prozent nicht nötig sein wĂŒrden. "Der Markt preist aktuell eine fast 90-prozentige Chance ein, dass der Lockerungszyklus der EZB bereits zwischen Januar und MĂ€rz 2024 beginnt", so der Marktexperte. "Allerdings dĂŒrfte auch bei der Senkung der Leitzinsen die US-Notenbank Fed den Ton angeben", ergĂ€nzte er. Die EZB werde kaum im Alleingang die Leitzinsen senken und schon gar nicht schneller als die Fed. Die Markterwartungen hinsichtlich dessen, was zinstechnisch 2024 möglich sei, trĂŒgen gerade ĂŒbertriebene ZĂŒge. "Selbst wenn es zu diesem Idealszenario kommen sollte, ist es ein Wagnis, bereits jetzt mit absoluter Sicherheit auf die beste aller Börsenwelten zu spekulieren." Das wollten Anleger aber im Moment nicht hören, und die Kursentwicklung im Dax habe ihnen in den vergangenen Wochen recht gegeben. "Aktienkurse tendieren aber zuweilen dazu, auch Fehler zu belohnen, das darf man an der Börse nie vergessen", so Stanzl weiter. Wer in euphorischen Phasen zu gierig werde, sei in der Vergangenheit oft bestraft worden. "Nach der nur freiwilligen Empfehlung ĂŒber FördermengenkĂŒrzungen innerhalb der Opec+ ist der russische PrĂ€sident Putin nun nach Saudi-Arabien aufgebrochen: Es ist gut möglich, dass die enge Kooperation zwischen den beiden LĂ€ndern zu einer grĂ¶ĂŸeren, verpflichtenden FördermengenkĂŒrzung fĂŒhren wird, nachdem der bisher nur auf freiwilliger Basis beschlossene zusĂ€tzliche Cut nicht dazu beigetragen hat, den Ölpreis zu stabilisieren." Der Versuch der USA, Russland auf dem Ölmarkt zu isolieren, sei gescheitert, sagte Stanzl. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung tendierte am Donnerstagmorgen etwas stĂ€rker. Ein Euro kostete 1,0779 US-Dollar (+0,11 Prozent), ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9277 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 74,84 US-Dollar, das waren 54 Cent oder 0,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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