Dax, Minus

Dax startet wieder im Minus - Index von Bodenbildung weit entfernt

09.04.2025 - 09:30:20 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Dax ist am Mittwoch wieder mit deutlichen Verlusten in den Handelstag gestartet.

Frankfurter Börse - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 19.805 Punkten berechnet, 2,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall, die Deutsche Börse und Symrise, am Ende Vonovia, Infineon und Continental. "Im Dax ist nach wie vor weder eine Bodenbildung zu erkennen noch ein sauberer Ansatz dazu", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst CMC Market.

Daraus resultiere das Risiko, dass es in den kommenden Tagen neue Tiefs unterhalb von 18.800 Punkten geben könnte. "Eine zentrale UnterstĂŒtzung bleibt die 19.300er-Marke. Sollte sie brechen, droht dem Dax ein Absturz bis auf 17.550 ZĂ€hler." Dort liege erst die nĂ€chste nennenswerte Auffangzone im Markt. "Donald Trump scheint sich in einem Widerspruch zu verheddern", fĂŒgte der Marktexperte hinzu. "Einerseits will er Fabrikbetreiber fĂŒr Jahrzehnte in die USA locken, damit sie drakonischen Zöllen entkommen können. Andererseits spricht er von der Möglichkeit von Deals, die alles untergraben könnten." Und wer sage, dass er in gut eineinhalb Jahren bei den Zwischenwahlen nicht die Mehrheit im Senat verlieren werde. "In vier Jahren wird er ohnehin nicht mehr PrĂ€sident sein." Unternehmer planten bei kapitalintensiven Investitionen mit weitaus lĂ€ngeren Zeithorizonten. "Viele Amerikaner wollen auch lieber gĂŒnstige T-Shirts tragen, sie aber nicht zusammennĂ€hen." Das sei alles mit einer so heißen Nadel gestrickt, dass die Begeisterung der Unternehmen ausbleibe. "Da es nicht danach aussieht, dass Trump, dessen MachtfĂŒlle enorm ist, einen Fehler eingestehen wird, kann man jetzt schon fast die Uhr danach stellen, wann es zu einer Rezession kommt", so Stanzl. "Die Folge ist ein starker Anstieg der Risikoaversion. Cash ist derzeit King." Seit drei Tagen sehe man massive VerkĂ€ufe von US-Staatsanleihen, was dazu fĂŒhre, dass die zehnjĂ€hrigen Renditen wieder von rund 3,9 auf 4,5 Prozent gesprungen seien. "Die LĂ€nder, mit denen sich Trump anlegt, sind am Ende des Tages gleichzeitig auch die grĂ¶ĂŸten Geldgeber der USA." Da die USA in den nĂ€chsten Jahren Billionen von Dollar refinanzieren mĂŒssten, wĂ€re ein Kurswechsel der Geldgeber eine Katastrophe. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Mittwochmorgen stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,1055 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9046 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 61,12 US-Dollar; das waren 170 Cent oder 2,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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