Börsenbericht, Livemeldung

Dax startet nach Scheitern der US-Iran-Verhandlungen im Minus

Veröffentlicht am: 13.04.2026 um 09:31 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Der Dax ist am Montag nach dem vorlÀufigen Scheitern der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran mit Verlusten in den Handelstag gestartet.

Dax legt deutlich zu - Investoren schauen auf Energiepreise
Anzeigetafel in der Frankfurter Börse - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.560 Punkten berechnet und damit 1,0 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall, Brenntag und RWE, am Ende MTU, die Commerzbank und Siemens Energy.

"Der offensichtliche Zusammenbruch der US-iranischen Verhandlungen ist an diesem Montagmorgen ebenso ĂŒberraschend wie die vergleichsweise ruhige Reaktion der MĂ€rkte darauf", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Solange der Waffenstillstand hĂ€lt, setzen Anleger offenbar weiter darauf, dass das Ende des Kriegs nĂ€her ist als dessen Anfang." Wahrscheinlich hofften viele Anleger auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen, da der Waffenstillstand zunĂ€chst bis zum Dienstag kommender Woche gilt - trotz neuer Drohungen von US-PrĂ€sident Trump.

Der Blick der Anleger richtet sich in der neuen Woche auch auf die US-Berichtssaison. "Anleger erhoffen sich eine klarere Sicht darauf, wie der Iran-Krieg und hohe Energiepreise die GeschĂ€fte beeinflussen." Es bestehe keine klare Sicht darauf, wann die Öl- und Gaslieferungen aus dem Nahen Osten wieder reibungslos fließen könnten. "Höhere Energiepreise stellen Gegenwind fĂŒr die Gewinnentwicklung der meisten Unternehmen dar. Wie stark der Gegenwind ist, und welche Unternehmen ihn vielleicht kaum verspĂŒren, wird prĂ€gend sein fĂŒr die Kursentwicklung der Einzelaktien der kommenden Wochen."

Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Montagmorgen etwas stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,1689 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8555 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 101,60 US-Dollar; das waren 6,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

de | boerse | 69136308 |