Siemens Energy hebt Jahresprognose dank starker Nachfrage an - Kursplus
24.04.2026 - 10:10:03 | dpa.deAufgrund der positiven GeschĂ€ftsentwicklung im ersten Halbjahr und der starken Marktnachfrage werde die Prognose fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr angehoben, teilte der Dax DE0008469008-Konzern am Donnerstagabend nach Börsenschluss mit. Die MĂŒnchener erwarten stĂ€rkeres Umsatzwachstum, mehr ProfitabilitĂ€t und Gewinn sowie höhere BarmittelzuflĂŒsse. Anleger reagierten am Freitag begeistert.
Die Aktie sprang kurz nach Handelsbeginn auf ein Rekordhoch bei 191,66 Euro, drehte dann aber ab und stand zuletzt noch 2,3 Prozent im Plus bei rund 187 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier ĂŒber 50 Prozent zugelegt. Anleger, die schon lĂ€nger dabei sind, können sich gar ĂŒber ZuwĂ€chse im dreistelligen Prozentbereich freuen.
Siemens Energy erwartet fĂŒr den um WĂ€hrungs- und Portfolioeffekte bereinigten Umsatz im laufenden GeschĂ€ftsjahr (bis Ende September) nun einen Zuwachs von 14 bis 16 Prozent, das sind jeweils 3 Prozentpunkte mehr als zuvor. Die Spanne fĂŒr die Ergebnismarge vor Sondereffekten schraubte der Vorstand um jeweils einen Punkt nach oben, sie dĂŒrfte 10 bis 12 Prozent erreichen. Beim Gewinn nach Steuern werden rund 4 Milliarden Euro angepeilt, gegen 3 bis 4 zuvor. Der freie Barmittelzufluss vor Steuern soll bei rund 8 Milliarden Euro liegen. Hier hatte der Konzern bisher 4 bis 5 Milliarden anvisiert.
Im zweiten GeschĂ€ftsquartal (bis Ende MĂ€rz) stieg der Umsatz um 8,9 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf fast 10,3 Milliarden Euro. Das war etwas weniger als von dem Unternehmen befragte Experten erwartet hatten. Der Auftragseingang von 17,7 Milliarden Euro, ein Plus von fast 30 Prozent, ĂŒbertraf hingegen deren Prognosen.
Das Ergebnis vor Sondereffekten legte von 0,9 auf 1,2 Milliarden Euro zu. Die entsprechende Marge stieg von 9,1 auf 11,3 Prozent. Experten hatten beim Ergebnis mit etwas mehr gerechnet.
Analysten lobten mit Blick auf die vorlĂ€ufigen Zahlen vor allem die starke Auftragslage. Als "Kronjuwel der Veröffentlichung" bezeichnete Alasdair Leslie vom US-Analysehaus Bernstein Research das NetzgeschĂ€ft. Er und seine Kollegen sahen in ihren ErsteinschĂ€tzungen darĂŒber hinweg, dass der operative Gewinn die SchĂ€tzungen verfehlte.
FĂŒr Phil Buller von der US-Bank JPMorgan handelt es sich dabei ohnehin nur um eine wechselkursbedingte "optische Abweichung" von den Erwartungen. Und fĂŒr Colin Moody von der kanadischen Bank RBC wurde dies von den angehobenen Prognosen kompensiert. Er attestierte dem Energietechnik-Konzern starke Entwicklungen beim Auftragseingangs- und BarmittelflĂŒssen.
Die Bayern drehten die Spannung weiter hoch, schrieb Alexander Jones von der US-Investmentbank Bank of America (BofA). Er vermutet, dass der Barmittelzufluss fĂŒr höhere AktienrĂŒckkĂ€ufe sorgen dĂŒrfte und verwies auf die Vorlage der endgĂŒltigen Zahlen am 12. Mai.
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