Devisen: Euro verringert Minus - Lage im Nahen Osten sorgt fĂŒr Schwankungen
01.06.2026 - 21:06:18 | dpa.deDie wieder unsichere Lage im Iran-Krieg hatte die GemeinschaftswĂ€hrung erst bis auf ein Tagestief von 1,1611 US-Dollar gedrĂŒckt. Dann sorgten Kommentare von US-PrĂ€sident Donald Trump fĂŒr etwas Entspannung. Zuletzt lag der Kurs mit 1,1634 Dollar aber immer noch unter dem Niveau vom Freitag. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs im Verlauf auf 1,1646 (Freitag: 1,1644) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8586 Euro.
In den Verhandlungen um eine Beendigung des Iran-Kriegs gab es zuletzt eher wieder RĂŒckschritte - und so war Dollar zunĂ€chst als WeltleitwĂ€hrung gefragt. Nach US-Bombardierungen am Wochenende wurde von den iranischen Revolutionsgarden ein Vergeltungsschlag vermeldet. AuĂerdem hieĂ es zwischenzeitlich von einer iranischen Nachrichtenagentur, der Austausch mit den USA werde aus Protest gegen eine erneute Eskalation der Lage im Libanon eingestellt.
Trump kĂŒndigte spĂ€ter aber an, Israel und die proiranische Hisbollah-Miliz wĂŒrden im Libanon ihre gegenseitigen Angriffe zunĂ€chst stoppen. AuĂerdem schrieb er auf der Plattform Truth Social, die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran fĂŒr ein mögliches Rahmenabkommen im Iran-Krieg gingen in "schnellem Tempo" weiter. Anleger sahen darin wieder ein beruhigendes Signal.
Ausgewertet wurden auch frische Wirtschaftssignale. WĂ€hrend sich die Industriestimmung in der Eurozone im Mai nach einer zweiten SchĂ€tzung weniger eintrĂŒbte als erwartet, hat sie sich in der US-Industrie ĂŒberraschend deutlich aufgehellt. Laut dem Analysten Constantin LĂŒer von der NordLB unterstreicht der amerikanische Einkaufsmanagerindex mit einem Anstieg auf 54 Punkte "die anhaltend robuste Verfassung der US-Industrie".
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