Devisen: Euro im spÀteren US-Handel kaum bewegt
12.12.2023 - 21:11:34 | dpa.deRund eine Stunde vor dem Börsenschluss an der Wall Street kostete die GemeinschaftswĂ€hrung 1,0791 US-Dollar. Zur Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise war es nur kurzzeitig krĂ€ftig nach oben und unten gegangen. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs schlieĂlich auf 1,0804 (Montag: 1,0757) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9255 (0,9296) Euro.
Wie erwartet schwĂ€chte sich der Preisauftrieb in den USA leicht ab. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum November 2022 um 3,1 Prozent, nach plus 3,2 Prozent im Vormonat. Volkswirte hatten mit diesem RĂŒckgang im Schnitt gerechnet.
An diesem Mittwoch nun rĂŒckt die US-Notenbank Fed mit ihrer Zinspolitik in den Blick. Vor Weihnachten wird mit stabilen Leitzinsen gerechnet. Im kommenden Jahr jedoch erwarten Experten Leitzinssenkungen.
Auch wenn die Kerninflationsrate weiter ĂŒber dem Ziel der Fed liege, "bewegt sie sich im GroĂen und Ganzen in die von der Fed gewĂŒnschte Richtung", kommentierten die Commerzbank-Ăkonomen Bernd Weidensteiner und Christoph Balz. Die Markterwartungen baldiger Zinssenkungen dĂŒrften der Fed jedoch zu weit gehen. Es sollte daher damit gerechnet werden, dass Fed-Chef Powell versuchen werde, die Zinssenkungsspekulationen zu dĂ€mpfen.
Zeitweise hatte der Euro am Vormittag UnterstĂŒtzung erhalten durch positiv aufgenommene Konjunkturdaten aus Deutschland. Die ZEW-Konjunkturerwartungen hellten sich im Dezember den fĂŒnften Monat in Folge auf. "Trotz der aktuellen Haushaltskrise sind die LageeinschĂ€tzung und die Konjunkturerwartungen fĂŒr Deutschland erneut leicht gestiegen", kommentierte ZEW-PrĂ€sident Achim Wambach. Dazu beigetragen habe die Tatsache, dass sich der Anteil der Befragten, die von der EZB mittelfristig Zinssenkungen erwarten, verdoppelt habe.
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