Devisen: Euro nach schwachem Ifo-Index kaum verÀndert
17.12.2024 - 17:06:32 | dpa.deDie GemeinschaftswĂ€hrung kostete am Nachmittag 1,0501 US-Dollar. Sie kostete damit etwas mehr als im frĂŒhen Handel. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0497 (Montag: 1,0498) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9526 (0,9525) Euro.
Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland belasteten den Euro nicht nachhaltig. Das viel beachtete Ifo-GeschĂ€ftsklima ist im Dezember auf den tiefsten Stand seit Mai 2020 gefallen. "Eine so lange Phase mit rezessiven Erwartungen hat es selten in Deutschland gegeben", kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt bei der Dekabank. "Viele Unternehmen halten Investitionen zurĂŒck, in der Hoffnung, im kommenden Jahr endlich verlĂ€ssliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu bekommen."
Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA sendeten widersprĂŒchliche Signale. Die EinzelhandelsumsĂ€tze stiegen im November dank robuster AutoverkĂ€ufe stĂ€rker als erwartet. Die Industrieproduktion gab hingegen im November unerwartet etwas nach. Mit groĂer Spannung werden am Mittwoch die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank erwartet. Ăberwiegend prognostizieren Volkswirte eine Leitzinssenkung um 0,25 Prozentpunkte.
Das britische Pfund zog gegenĂŒber vielen anderen wichtigen WĂ€hrungen an. In GroĂbritannien steigen die Löhne und GehĂ€lter (ohne Bonuszahlungen) nach wie vor krĂ€ftig. Ein anhaltend starkes Lohnwachstum birgt Risiken mit Blick auf die Inflation und begrenzt den Spielraum der Notenbank fĂŒr weitere Leitzinssenkungen. Die Bank of England wird am Donnerstag ĂŒber ihr Vorgehen entscheiden.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,82648 (0,82945) britische Pfund, 161,63 (161,73) japanische Yen und 0,9413 (0,9372) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 2.642 Dollar. Das waren 12 Dollar weniger als am Vortag.
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