Devisen: Eurokurs leidet im US-Handel weiter unter allgemeiner Dollar-StÀrke
18.06.2026 - 21:10:31 | dpa.deZuletzt wurde die GemeinschaftswÀhrung bei 1,1460 Dollar gehandelt und damit auf dem Niveau von Ende MÀrz. Die EuropÀische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1461 (Mittwoch: 1,1591) Dollar festgesetzt.
Im europĂ€ischen GeschĂ€ft hatte der Euro an die Kursverluste nach der US-Zinsentscheidung am Mittwoch angeknĂŒpft. Am Markt wurde nach dem Stillhalten der US-Notenbank Fed auf eine Zinserhöhung in den USA im weiteren Verlauf des Jahres spekuliert. Dies sorgte beim Dollar fĂŒr Auftrieb, wĂ€hrend andere WĂ€hrungen wie der Euro unter Druck gerieten.
Die US-Notenbank hatte den Leitzins am Vorabend zwar wie erwartet unverĂ€ndert belassen. Die WĂ€hrungshĂŒter erhöhten aber ihre Inflationsprognose fĂŒr das laufende Jahr deutlich. DarĂŒber hinaus hatte der neue Notenbankchef Kevin Warsh die Bedeutung der PreisstabilitĂ€t besonders hervorgehoben.
Unter der allgemeinen Dollar-StĂ€rke litt auch das britische Pfund, nachdem die Bank of England den Leitzins unverĂ€ndert bei 3,75 Prozent belassen hatte. Ăhnlich wie die US-Notenbank Fed scheinen auch GroĂbritanniens WĂ€hrungshĂŒter vorerst abwarten zu wollen, kommentierte Analyst Elmar Völker von der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg. Es mĂŒsse klarer werden, wie stark sich die Folgen des Iran-Kriegs in der Inflation niederschlagen. "Ein Zinsschritt nach oben scheint dabei ein kleines StĂŒck nĂ€her gerĂŒckt", sagte Völker und begrĂŒndete dies mit den beiden Gegenstimmen im geldpolitischen Rat der Bank of England, die fĂŒr eine Zinserhöhung votiert haben.
