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Europa Schluss: EuroStoxx setzt Rekordlauf fort - Nahost-Hoffnung

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 18:48 Uhr | dpa.de

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 ist am Donnerstag auf Rekordkurs geblieben.

Der Leitindex für die Eurozone stieg um 0,39 Prozent auf 6.502,56 Punkte. "Für Rückenwind sorgt die Hoffnung auf eine Einigung zwischen Iran und Oman über eine neue Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus", stellte Marktexperte Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets fest.

Seitens des Omans gab es zunächst keine öffentliche Stellungnahme zu der angeblich bevorstehenden Einigung. Die USA sollen nicht daran beteiligt gewesen sein. Der iranische Machtapparat betont immer wieder, nicht mit den Vereinigten Staaten verhandeln zu wollen.

Außerhalb der Eurozone gab der schweizerische Leitindex SMI CH0009980894 um 0,23 Prozent auf 14.518,75 Punkte nach. Der britische FTSE 100 GB0001383545 ("Footsie") verlor 0,19 Prozent auf 10.867,89 Punkte.

Aus Branchensicht waren europaweit Unternehmen aus dem Mediensektor EU0009658640 stark gefragt. Er wurde angetrieben von einem Kurssprung in Höhe von fast 29 Prozent bei den Aktien von WPP JE00B8KF9B49. Beobachter bewerteten die Geschäftszahlen des Werbe- und Medienkonzerns als Befreiungsschlag. Die Dynamik verbessere sich und WPP mache Fortschritte bei seinem Plan zur Stabilisierung des Geschäfts, schrieb Daniel Kerven von der US-Bank JPMorgan.

Auch Telekomwerte EU0009658947 zogen an. Hier setzte das Schwergewicht Deutsche Telekom DE0005557508 mit 6,3 Prozent Kursgewinn an der EuroStoxx-Spitze ein Ausrufezeichen. Die Telefongesellschaft hatte ihren Ausblick für den Barmittelfluss für das Gesamtjahr leicht angehoben. Zudem baut der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm deutlich aus.

An der "Footsie"-Spitze schnellten die Aktien von Diageo GB0002374006 um 5,6 Prozent in die Höhe. Der schwächelnde britische Spirituosenkonzern peilt mittelfristig wieder eine Rückkehr zu Umsatzwachstum an. Im neuen Geschäftsjahr 2026/27 (Ende Juni) wird es damit zwar wohl noch nichts werden, allerdings sollen Kostensenkungen das operative Ergebnis aus eigener Kraft schon dieses Jahr um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz heben.

Für die Anteilscheine von Easyjet GB00B7KR2P84 ging es um fast drei Prozent nach oben. Der britische Billigflieger soll an den US-Finanzinvestor Apollo US03769M1062 gehen. Dieser sicherte sich nach einigem Hin und Her die Unterstützung des Managements und der Gründerfamilie Haji-Ioann für seine Offerte

An der SMI-Spitze stiegen die Anteilscheine von Swisscom CH0008742519 um mehr als vier Prozent. Analysten hatten das besser als erwartet laufende schweizerische Kerngeschäft sowie die rasch voranschreitende Integration von Vodafone Italia gelobt.

Nicht ganz so eindeutig war die Entwicklung bei den Versicherern. Die Papiere von Swiss Re CH0126881561 schlossen nach anfänglichen Verlusten 0,7 Prozent im Plus. Insgesamt fanden die Halbjahreszahlen in Kommentaren lobende Worte, allerdings wurde auch auf den anhaltenden Preisdruck im Rückversicherungsgeschäft verwiesen.

Zurich-Aktien CH0011075394 sackten als Schlusslicht im SMI um drei Prozent ab. Analysten hatten die Entwicklung der Schaden- und Unfallversicherung bemängelt. Die Experten der Landesbank Baden-Württemberg verwiesen zudem auf die hohe Bewertung der Papiere.

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