Der Ferrari 296 GTB - Hybrid-Sportwagen mit V6 und 830 PS
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 10:32 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)Ferrari 296 GTB steht vor dir wie eine Skulptur aus Metall, Lack und Kohlefaser, die jede Bewegung im Showroom spiegelt. Wenn Produktchef Michael Leiters den Türgriff berührt, fällt dein Blick auf die schmalen LED-Leuchten und die geschwungene Front, die fast wie ein gespanntes Muskelband wirkt. Ein kurzer Druck auf die Starttaste, und der Wagen bleibt zunächst lautlos – er setzt auf Plug-in-Hybrid statt auf reinen V8-Bollern.
Hybrid-Herz mit neuem V6
Im Ferrari 296 GTB arbeitet ein komplett neu entwickelter 2,9-Liter-V6-Biturbo, intern „F163“ genannt, kombiniert mit einem in das Getriebe integrierten Elektromotor. Zusammen kommt das System auf rund 830 PS und etwa 740 Nm Drehmoment, je nach Konfiguration und gewählter Fahrstufe. Offizielle Produktseite von Ferrari
Der V6 ist um 120 Grad auseinandergewinkelt, was Platz für die beiden Turbolader im heißen V des Motorblocks schafft und den Schwerpunkt weiter nach unten drückt. Laut Ferrari dreht das Aggregat bis weit über 8.000 Umdrehungen pro Minute, begleitet von einem bewusst orchestrierten Klangbild, das den Verlust zweier Zylinder akustisch ausgleichen soll. Hersteller-News zum 296 GTB
Ferrari N.V. und der 296 GTB im Anlegerblick
Wer die Ferrari N.V. Aktien mit der ISIN NL0011585146 im Depot hat, sollte den Plug-in-Hybrid 296 GTB als wichtigen Baustein der Modellstrategie kennen.
Elektrische Reichweite und Fahrmodi
Der Plug-in-Hybrid-Antrieb des Ferrari 296 GTB basiert auf einer Hochvoltbatterie mit rund 7,5 kWh Kapazität, die im Unterboden des Fahrzeugs untergebracht ist. Sie ermöglicht eine rein elektrische Reichweite von etwa 25 Kilometern, etwa für leise Fahrten durch Wohngebiete oder Innenstädte mit strengen Emissionsregeln. Fahrbericht bei Autocar
Über den „eManettino“-Schalter am Lenkrad wählt der Fahrer die Betriebsart: eDrive für rein elektrisches Rollen, Hybrid für den regulären Alltag, Performance für konstante Leistungsbereitschaft und Qualify für maximale Systemleistung. Testfahrer berichten, dass der Wechsel zwischen lautloser Fortbewegung und voller Attacke in wenigen Augenblicken erfolgt und vom Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe sauber begleitet wird. Datenübersicht bei Car and Driver
Design zwischen Roma und SF90
Optisch positioniert Ferrari den 296 GTB zwischen dem eleganten Roma und dem radikaleren SF90 Stradale. Die Front wirkt reduziert, mit breitem Kühllufteinlass und filigranen, horizontal geteilten LED-Scheinwerfern; die seitlichen Lufteinlässe sind in die markanten Hüftlinien integriert und geben dem Wagen eine klar lesbare Silhouette.
Wenn du mit der Hand über die Kante der hinteren Kotflügel fährst, spürst du die knackige Viertelkreisform, die an klassische Berlinetta-Modelle erinnert. Am Heck setzt Ferrari auf ein zentrales, hoch positioniertes Auspuffendrohr und einen integrierten Spoiler, der je nach Tempo und Fahrzustand aktiv ausfährt, um zusätzliche Abtriebskraft zu generieren. Design- und Fahrbericht bei TopGear
Innenraum und Bedienkonzept
Im Cockpit des Ferrari 296 GTB verzichtet die Marke konsequent auf ein zentrales Touch-Display; der Fahrer blickt statt dessen auf ein volldigitales Kombiinstrument direkt hinter dem Lenkrad. Das Lenkrad selbst ist mit zahlreichen Bedienelementen bestückt, von den Fahrmodi über Blinker und Wischen bis hin zur Sprachsteuerung, was die Hände im Fahrbetrieb möglichst am Kranz halten soll.
Tester wie Chris Harris machen jedoch darauf aufmerksam, dass die Bedienung anfangs überladen wirken kann, vor allem die Touch-Flächen für einfache Funktionen. Gleichzeitig sind die Materialien klar im Luxussegment angesiedelt: Leder, Alcantara, Carbon-Elemente und sauber eingepasste Knöpfe, die beim Drücken ein sattes, mechanisches Klicken erzeugen.
Leistung, Handling und Alltagstauglichkeit
Ferrari gibt für den 296 GTB eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in rund 2,9 Sekunden an, die 200-km/h-Marke fällt in knapp über 7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt jenseits von 330 km/h, je nach Reifenwahl und Messzyklus. Entscheidend ist dabei, wie der Hybridstrang das Ansprechverhalten des Turbos unterstützt und das berüchtigte Turboloch deutlich verkleinert.
Mehrfachen Tests zufolge überzeugt der Wagen insbesondere auf verwundenen Strecken, wo das niedrige Gewicht und die aktive Aerodynamik zusammenarbeiten. Die elektrische Vorderachse fehlt, dennoch vermittelt die Lenkung präzises Feedback, während das adaptive Fahrwerk bei Bedarf von komfortabel bis sehr straff reicht – ausreichend, um einen Spa-Trackday und die Heimfahrt über Landstraße mit demselben Auto abzudecken.
Preis, Verfügbarkeit und Position im Portfolio
Der Ferrari 296 GTB ist als Coupé klassisch mit Mittelmotor-Layout konzipiert und liegt preislich deutlich im oberen Sportwagen-Segment; in Europa bewegt sich der Nettolistenpreis üblicherweise im Bereich mehrerer hunderttausend Euro, abhängig von Steuern und Ausstattungspaketen. Ferrari selbst arbeitet mit individueller Konfiguration, weshalb es keine starre, globale UVP gibt.
Im Modellportfolio ersetzt der 296 GTB faktisch den F8 Tributo als zweisitzigen V8-Mittelmotor-Vertreter und verschiebt die Baureihe in Richtung Downsizing plus Elektrifizierung. Für die Kundschaft bedeutet das: ähnliche Fahrleistungen, aber einen anderen Charakter mit Hybrid-Logik und lokaler Emissionsfreiheit auf kurzen Strecken. Parallel existieren Varianten wie der 296 GTS mit offenem Dach, die auf derselben technischen Basis aufbauen.
Einordnung für Anleger und Ferrari Aktie
Für Anleger ist der Ferrari 296 GTB weniger ein Einzelprodukt als ein Symbol für die strategische Weichenstellung des Traditionsherstellers. Ferrari zeigt mit dem V6-Hybrid, dass Leistung und Emotion mit strengen Regulierungen vereinbar sein sollen und öffnet damit die Tür für weitere elektrifizierte Modelle im High-Performance-Segment.
Die Ferrari N.V. Aktie ist an der Borsa Italiana in Mailand gelistet und wird unter anderem in Euro gehandelt; der 296 GTB trägt als Teil der Sportwagen-Baureihe dazu bei, Umsatz und Margen im Luxussegment zu stabilisieren, ohne den Mythos der reinen Verbrennung vollständig aufzugeben.
Ferrari 296 GTB im Überblick
- Produkt: Ferrari 296 GTB
- Hersteller: Ferrari N.V.
- Kategorie: Software/Service/Abo fällt hier auf die Plug-in-Hybrid-Technologie im Sportwagen-Segment
- Markteinführung: angekündigt 2021, erste Auslieferungen ab 2022
- UVP / Preis: im Bereich mehrerer hunderttausend Euro, abhängig von Markt und Ausstattung
- Verfügbarkeit: bestellbar über das weltweite Ferrari-Händlernetz, begrenzte Produktionskapazitäten
- Zielgruppe: vermögende Enthusiasten und Sammler, die High-Performance mit Hybridtechnik kombinieren wollen
- Besonderheit / USP: erster Ferrari-Straßenwagen mit V6-Plug-in-Hybrid und rund 830 PS Systemleistung
