ROUNDUP, Deutsche-Bank-Tochter

Deutsche-Bank-Tochter DWS enttÀuscht mit ErtrÀgen - Aktie sackt ab

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 11:50 Uhr | dpa.de

Der Fondsanbieter DWS DE000DWS1007 hat im zweiten Quartal deutlich mehr Geld von Anlegern eingesammelt als gedacht.

Unter dem Strich flossen fast 25 Milliarden Euro zusĂ€tzlich in die DWS-Fonds, wie die börsennotierte Tochtergesellschaft der Deutschen Bank DE0005140008 am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit knapp 16 Milliarden gerechnet. Der Gewinn legte vor allem dank einer geringeren Steuerlast zu, doch die ErtrĂ€ge verfehlten die Erwartungen von Analysten. FĂŒr die DWS-Aktie ging es daraufhin abwĂ€rts.

Am Vormittag bĂŒĂŸte das Papier zuletzt rund vier Prozent auf 68,80 Euro ein und gehörte damit zu den grĂ¶ĂŸten Verlierern im MDax DE0008467416, dem Index der mittelgroßen Werte. Allerdings hatte die DWS-Aktie im laufenden Jahr stark zugelegt. Sie liegt im Vergleich zum Jahreswechsel mit rund 22 Prozent im Plus.

Analyst Ben Bathurst von der Bank RBC bemĂ€ngelte in einer ersten EinschĂ€tzung deutlich niedrigere GebĂŒhreneinnahmen. Zudem seien die Kosten stĂ€rker als erwartet gestiegen.

Zwar wuchsen die ErtrĂ€ge im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 773 Millionen Euro. Doch damit verfehlte DWS die Erwartungen von Analysten ebenso wie mit dem Vorsteuergewinn, der mit 305 Millionen Euro nur eine Million ĂŒber dem Vorjahreswert lag. Der Überschuss wuchs hingegen dank einer Steuergutschrift um elf Prozent auf 237 Millionen Euro.

Das verwaltete Vermögen von DWS habe mit 1,19 Billionen Euro einen Höchststand erreicht, sagte Vorstandschef Stefan Hoops. Zwar fielen die ErtrĂ€ge im zweiten Quartal niedriger aus als im ersten Jahresviertel, doch dies sieht der Vorstand nicht als Problem. So hatte das Unternehmen Anfang des Jahres besonders hohe erfolgsabhĂ€ngige GebĂŒhren eingestrichen, die sonst erst im zweiten Quartal eingegangen wĂ€ren. Auf das erste Halbjahr gesehen legten ErtrĂ€ge und Gewinn von DWS deutlicher zu.

Der Vorstand hĂ€lt daher an seinem Ziel fest, den Gewinn je Aktie im laufenden Jahr um 10 bis 15 Prozent zu steigern. Dazu sollen die Kosten 55 bis 57 Prozent der ErtrĂ€ge aufzehren. Im ersten Halbjahr lag dieser Wert mit 57,2 Prozent noch etwas ĂŒber dieser Spanne.

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