Ergebnisse, Produktion/Absatz

Flughafenbetreiber Fraport startet schwach ins Jahr - Kurs gibt nach

13.05.2025 - 12:51:14 | dpa.de

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport DE0005773303 ist ĂŒberraschend schwach ins Jahr gestartet.

Der spĂ€te Ostertermin, höhere Personalkosten und ein gekĂŒrztes Flugangebot an Deutschlands grĂ¶ĂŸtem Airport fĂŒhrten im ersten Quartal unter dem Strich zu roten Zahlen. Trotzdem sieht Vorstandschef Stefan Schulte das Unternehmen auf Kurs zu seinen Jahreszielen. So soll die Zahl der FluggĂ€ste in Frankfurt 2025 auf bis zu 64 Millionen steigen. Der operative Gewinn (Ebitda) soll im Vergleich zu 2024 moderat zulegen. An der Börse konnten die Neuigkeiten indes nicht ĂŒberzeugen.

Die Fraport-Aktie verlor am Morgen zeitweise fast fĂŒnf Prozent. Um die Mittagszeit lag das Papier noch mit 2,3 Prozent im Minus bei 58,35 Euro und gehörte weiterhin zu den grĂ¶ĂŸten Verlierern im MDax DE0008467416, dem Index der mittelgroßen Werte. Die Kursgewinne aus dem bisherigen Jahresverlauf wurden damit aufgezehrt.

Unter dem Strich entfiel auf die Fraport-AktionĂ€re im ersten Quartal ein Verlust von gut 16 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch einen Gewinn in gleicher Höhe eingefahren. Dies lag jedoch auch an Ausgleichszahlungen fĂŒr die Zeit der Corona-Pandemie, die sich nun nicht wiederholten.

Anfang 2025 schwĂ€chelte auch das TagesgeschĂ€ft. So zĂ€hlte Fraport an seinem Heimatstandort Frankfurt im ersten Quartal 12,4 Millionen FluggĂ€ste und damit fast ein Prozent weniger als im Vorjahr. Der Lufthansa-Konzern DE0008232125 hatte sein Flugangebot schon fĂŒr den Januar gekĂŒrzt. Zudem fiel die wichtige Osterreisezeit anders als im Vorjahr ins zweite Quartal.

Entsprechend meldete Fraport fĂŒr den April wieder einen klaren Anstieg der Passagierzahlen: Diesmal zĂ€hlte der Konzern in Frankfurt gut 5,3 Millionen FluggĂ€ste und damit 4,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Auf die Entwicklung im ersten Quartal hatte dies naturgemĂ€ĂŸ noch keine Auswirkungen. Zwar wuchs der Umsatz bereinigt um Auftragserlöse aus Bauleistungen um sechs Prozent auf 811 Millionen Euro; doch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging im Jahresvergleich um 16,5 Prozent auf 177,5 Millionen Euro zurĂŒck. Damit fiel der RĂŒckgang noch stĂ€rker aus als von Analysten im Schnitt erwartet.

Fraport-Chef Schulte beklagte erneut die staatlichen Standortkosten in Deutschland, die zum Jahreswechsel weiter gestiegen seien. FĂŒr das Gesamtjahr erwartet er dennoch eine stabile GeschĂ€ftsentwicklung. So soll der operative Gewinn des Konzerns den Vorjahreswert von 1,3 Milliarden Euro "moderat" ĂŒbertreffen. Analysten gingen im Schnitt zuletzt von knapp 1,4 Milliarden Euro aus.

Sollte die Zahl der FluggĂ€ste in Frankfurt tatsĂ€chlich wie von Fraport erhofft auf 64 Millionen steigen, entsprĂ€che dies einem Anstieg von knapp vier Prozent im Vergleich zu 2024. Das Rekordniveau von 70,6 Millionen Passagieren aus dem Jahr 2019 vor der Corona-Krise wĂ€re aber immer noch weit entfernt. Analysten gingen fĂŒr 2025 zuletzt von etwa 63 Millionen FluggĂ€sten aus.

Mehr RĂŒckenwind erwartet Konzernchef Schulte von Fraport-FlughĂ€fen im Ausland. Vor allem die Erweiterungen der Airports in Lima und Antalya brĂ€chten in diesem Jahr positive Wachstumsimpulse, sagte der Manager.

Über alle Standorte hinweg zĂ€hlte Fraport in den ersten vier Monaten des Jahres rund 40,2 Millionen Passagiere, rund zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In Frankfurt waren es knapp 17,8 Millionen, eine Steigerung um lediglich 0,7 Prozent.

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