Syrien-GeschÀft, Lafarge

Syrien-GeschÀft: Lafarge wegen Terrorfinanzierung verurteilt

13.04.2026 - 16:14:36 | dpa.de

Der französische Zementhersteller Lafarge ist französischen Medienberichten zufolge wegen seiner Syrien-GeschĂ€fte nach Beginn des dortigen BĂŒrgerkriegs der Terrorfinanzierung schuldig gesprochen worden.

Der Konzern mĂŒsse eine Geldstrafe in Höhe von gut einer Million Euro zahlen, urteilte demnach ein Pariser Gericht. Weil die Firma internationale Sanktionen nicht geachtet haben soll, werde eine weitere Strafzahlung fĂ€llig. Noch ist das Urteil nichts rechtskrĂ€ftig. Der Konzern reagierte auf Anfrage nicht.

Trotz des BĂŒrgerkriegs hatte der Zementhersteller im Norden Syriens bis 2014 ein Werk betrieben. Um das GeschĂ€ft aufrechtzuerhalten, zahlte das örtliche Unternehmen Gelder in Millionenhöhe an bewaffnete Gruppen. Laut Gericht waren es knapp 5,6 Millionen Euro, wie der Sender France Info berichtete. Zu dieser Zeit waren in Nordsyrien die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), kleinere islamistische Gruppierungen und kurdische Gruppen aktiv. Das Gericht befand, dass das Geld es auch ermöglicht habe, TerroranschlĂ€ge in Europa vorzubereiten, schrieb die Zeitung "Le Parisien".

Mehrere frĂŒhere FĂŒhrungskrĂ€fte bei Lafarge wurden dem Blatt zufolge zu fĂŒnf- bis sechsjĂ€hrigen Haftstrafe sowie Geldbußen verurteilt. Auch zwei Sicherheitsbeauftragte und zwei MittelsmĂ€nner standen in dem Verfahren vor Gericht. Lafarge gehört heute zu Holcim CH0012214059.

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