Iran: Trumps 'Wirtschaftskrieg' soll von eigenen Problemen ablenken
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 10:00 Uhr | dpa.deDie Ankündigung diene dazu, von eigenen Problemen in den USA abzulenken, schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf Englisch auf der Plattform X. Er verwies auf einen historisch hohen Schuldenstand der USA. Der "wirtschaftliche Terrorismus" der USA gefährde die weltweite Ökonomie, schrieb Araghtschi weiter.
Vor dem Hintergrund ausbleibender Erfolge bei Verhandlungen mit Teheran hatte Trump in der Nacht zum Donnerstag mit einem "Wirtschaftskrieg" gedroht. Länder, die den Iran unterstützten, müssten mit "GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen" rechnen, schrieb der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social. Wie diese Maßnahmen aussehen oder umgesetzt werden sollen, ließ er offen.
China gilt als Hauptabnehmer iranischer Öl-Exporte. Laut US-Medienberichten haben sowohl China als auch Russland der Islamischen Republik im aktuellen Krieg Militärhilfe gewährt. Der Iran ist durch weitreichende Sanktionen der USA, der Vereinten Nationen und der EU weitgehend international isoliert. Das Land hat ein ausgeklügeltes System zur Umgehung der Sanktionen entwickelt. Dennoch ist die wirtschaftliche Entwicklung im Iran seit Jahren massiv unter Druck. Die Bevölkerung leidet unter einer sprunghaft gestiegenen Inflation.
