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Iran-Krieg bremst wirtschaftliche Erholung

12.03.2026 - 12:24:17 | dpa.de

Der Iran-Krieg wird die wirtschaftliche Erholung in Deutschland nach der neuen Konjunkturprognose des Ifo-Instituts in jedem Fall dÀmpfen.

Je lĂ€nger der Krieg andauert, desto schwerwiegender werden nach EinschĂ€tzung der MĂŒnchner Wirtschaftsforscher die Auswirkungen. Zudem erwarten die Ökonomen einen zumindest vorĂŒbergehenden Anstieg der Inflation. Ganz zum Erliegen kommen wĂŒrde die konjunkturelle Erholung demnach aber auch bei lĂ€ngerer Kriegsdauer nicht.

"Dieser Energiepreisschock dĂ€mpft die Erholung, ohne sie jedoch zu stoppen wegen der hohen Unsicherheit", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo WollmershĂ€user in Berlin. Grund sind die staatlichen Mehrausgaben fĂŒr Infrastruktur, KlimaneutralitĂ€t und Verteidigung. Ohne Krieg hĂ€tten die Wissenschaftler ihre Wachstumsprognose fĂŒr dieses Jahr jedoch auf ein Prozent leicht erhöht, wie der Wissenschaftler berichtete.

Im besseren Szenario stabile Inflationsrate trotz höherer Öl- und Gaspreise

Wegen der hohen weltpolitischen Unsicherheit veröffentlichte das Institut in seiner diesjĂ€hrigen FrĂŒhjahrsprognose zwei mögliche Szenarien fĂŒr dieses Jahr: Bei baldigem Kriegsende könnte die deutsche Wirtschaft laut "Deeskalationsszenario" in diesem Jahr noch um 0,8 Prozent wachsen, 0,2 Prozentpunkte weniger als ansonsten zu erwarten gewesen wĂ€re. 2027 könnte sich das Wachstum demnach auf 1,2 Prozent beschleunigen.

Die Inflation könnte demnach wegen des derzeitigen Anstiegs des Öl- und Gaspreise kurzfristig eine Spitze von etwa 2,5 Prozent erreichen. Im Schnitt des gesamten Jahres aber rechnen WollmershĂ€user und seine Kollegen mit einer im Vergleich zum Vorjahr unverĂ€nderten Teuerung von 2,2 Prozent. Ifo-PrĂ€sident Clemens Fuest warnte die Politik vor Aktionismus.

LĂ€ngerer Krieg wĂŒrde Preisanstieg beschleunigen

Sollte der Krieg jedoch lĂ€nger dauern, wĂ€ren im "Eskalationsszenario" die negativen Auswirkungen auf die Konjunktur grĂ¶ĂŸer: Das Bruttoinlandsprodukt wĂŒrde laut Ifo in diesem Jahr nur noch um 0,6 Prozent zulegen, 2027 um 0,8 Prozent. Und auch die Teuerung könnte sich auf 2,5 Prozent beschleunigen, mit einer zwischenzeitlichen Spitze von knapp 3 Prozent.

WollmershÀuser betonte, dass keines der beiden Szenarien das wahrscheinlichere sei: "Wir haben die beiden Szenarien Eskalation und Deeskalation genannt und nicht Basis und Risiko, wie man vielleicht auch hÀtte meinen können, weil wir letztendlich nicht wissen, wie sich dieser Krieg weiterentwickelt."

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