Israels, PrÀsident

Israels PrÀsident streckt Libanon 'Hand zum Frieden' aus

10.06.2026 - 17:50:42 | dpa.de

Der israelische PrÀsident Izchak Herzog hat sich mit einer Friedensbotschaft in arabischer Sprache an das libanesische Volk gewandt.

"Von der Nordgrenze (Israels) strecke ich die Hand zum Frieden aus, dem libanesischen PrĂ€sidenten und dem libanesischen Volk", sagte Herzog. Der Libanon mĂŒsse frei sein vom Einfluss der proiranischen Hisbollah-Miliz, des Irans und von Terrororganisationen und als freier und souverĂ€ner Staat existieren, forderte er.

"Ich trÀume davon, nach Beirut zu fahren", sagte Herzog weiter. Dieser Traum könne Wirklichkeit werden, "aber nur, wenn die Zukunft des Libanons in Beirut und nicht in Teheran bestimmt wird".

In einer weiteren Botschaft in englischer Sprache sagte der PrĂ€sident: "Die Situation ist sehr klar: Wir in Israel wollen Frieden mit dem Libanon." Das israelische Volk unterstĂŒtze dies. DafĂŒr mĂŒssten die libanesische FĂŒhrung und das libanesische Volk aber klarmachen, "dass sie Frieden und nicht Terror wollen".

Gegenseitiger Beschuss trotz Waffenruhe-ErklÀrung

Ungeachtet einer Waffenruhe greifen sich Israel und die Hisbollah weiterhin gegenseitig an. Das israelische MilitĂ€r ist weiterhin mit Truppen im Libanon prĂ€sent und rĂŒckte zuletzt auch immer weiter vor. Bei GesprĂ€chen zwischen israelischen und libanesischen ReprĂ€sentanten in Washington ĂŒber eine dauerhafte Waffenruhe hat es bisher keinen Durchbruch gegeben.

Der Libanon und Israel pflegen keine diplomatischen Beziehungen und haben nie ein Friedensabkommen geschlossen. Seit April sprechen israelische und libanesische Regierungsvertreter zum ersten Mal seit 1983 auf politischer Ebene direkt miteinander.

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