Generali wuppt höhere KatastrophenschÀden - Aktie legt zu
21.05.2026 - 11:26:44 | dpa.deWegen eines teuren Ereignisses in Portugal lag die Belastung mit 426 Millionen Euro zwar rund neunmal so hoch wie ein Jahr zuvor. Gestiegene PrĂ€mieneinnahmen, die Auflösung von SchadenrĂŒckstellungen und gute GeschĂ€fte in der Lebensversicherung machten dies jedoch wett. Der operative Gewinn stieg deutlich. An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an: Die Generali-Aktie legte am spĂ€ten Vormittag um gut zwei Prozent zu.
Analysten zeigten sich von den GeschĂ€ftszahlen positiv ĂŒberrascht. Die Italiener hĂ€tten die Erwartungen auf breiter Basis ĂŒbertroffen, schrieb Branchenexperte Philip Kett vom Analysehaus Jefferies. Sein Kollege Andrew Baker von Goldman Sachs attestierte Generali eine durchweg starke Entwicklung im ersten Quartal. Die Italiener dĂŒrften mit ihrem Ergebnis am oberen Ende ihrer bis 2027 gesteckten Zielspanne landen.
Im ersten Quartal steigerte der Konzern seine PrĂ€mieneinnahmen im Jahresvergleich um fast sieben Prozent auf rund 28,2 Milliarden Euro. Der operative Gewinn stieg um acht Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, wie Generali am Donnerstag in Triest mitteilte. Der Ăberschuss sank hingegen um zwei Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro.
In der Lebensversicherung legte der Wert des NeugeschĂ€fts sogar um fast ein FĂŒnftel zu. Der operative Gewinn des Bereichs wuchs um zehn Prozent, wĂ€hrend die Schaden- und Unfallversicherung nur ein Prozent mehr abwarf.
Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich wegen der höheren KatastrophenschÀden zwar von 89,7 auf 90,5 Prozent, blieb jedoch weit unter der kritischen Marke von 100 Prozent. Auch andere Versicherer wie die Allianz DE0008404005 mussten im ersten Quartal hohe Belastungen in Portugal und Spanien schultern, wo Sturm "Kristin" teure SchÀden hinterlassen hatte.
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