Trump erneuert Klage gegen 'Wall Street Journal'
28.05.2026 - 10:07:53 | dpa.deNach einer ersten Schlappe fĂŒr Trump vor Gericht im April reichte der Republikaner am Mittwoch eine ĂŒberarbeitete Klage gegen die Herausgeber der Zeitung ein, wie das "WSJ" berichtet.
Im Kern geht es dabei um die Veröffentlichung eines Gratulationsschreibens an den verurteilten SexualstraftÀter Jeffrey Epstein. Trump behauptet, dadurch verleumdet worden zu sein. Vor wenigen Wochen war die Klage von einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Florida vorlÀufig abgewiesen worden.
Richter Darrin P. Gayles urteilte, Trump habe nicht plausibel darlegen können, dass die Zeitung mit der Veröffentlichung des Schreibens an Epstein in "böswilliger Absicht" gehandelt habe. Bestimmte Kriterien seien zudem "bei weitem" nicht erfĂŒllt worden.
Trump fordert Milliarden
In der nun ĂŒberarbeiteten Klage heiĂt es den Angaben nach, das "Wall Street Journal" habe in mehreren Punkten in böswilliger Manier gehandelt. Zudem wird darauf verwiesen, dass der US-PrĂ€sident eine Beteiligung an dem Brief mehrfach dementierte. In der Klage fordert Trump wie auch zuvor einen Schadenersatz in Milliardenhöhe.
Die US-Zeitung hatte 2025 von einem angeblichen GlĂŒckwunschschreiben an Epstein zu dessen 50. Geburtstag im Jahr 2003 berichtet, das den Namen Trumps trĂ€gt. Die Zeitung stellt so eine weitere Verbindung zwischen Trump und dem US-Finanzier her. Der 2019 in Haft gestorbene Epstein betrieb ĂŒber Jahre einen Missbrauchsring, dem eine bis heute unbekannte Zahl von Frauen und MĂ€dchen zum Opfer fielen.
In dem Brief mit anzĂŒglichem Inhalt sollen mit einem Marker die Umrisse eines Frauenkörpers gezeichnet worden sein - die Zeitung berief sich auf Einblick in Dokumente. Trump bestreitet, Urheber gewesen zu sein. Das WSJ zĂ€hlt zum Portfolio des Medienmoguls Rupert Murdoch mit dem Medienkonzern News Corp. US65249B1098.
Trumps Feldzug gegen Medien
Immer wieder geht Trump rechtlich gegen ihm unliebsame Medien vor. Die britische Rundfunkanstalt BBC verklagte er zuletzt auf insgesamt zehn Milliarden US-Dollar. Auch gegen die "New York Times" reichte Trump bereits mehrfach Klagen ein.
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