Devisen: Euro gleicht Minus nach US-Inflationsdaten wieder aus
11.01.2024 - 21:13:21 | dpa.deNach einem Tagestief von 1,0930 US-Dollar kostete die GemeinschaftswÀhrung zuletzt wieder 1,0975 US-Dollar und damit fast wieder soviel wie vor den US-Daten. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0987 (Mittwoch: 1,0946) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9101 (0,9135) Euro.
FĂŒr Schwankungen sorgten die Daten zur US-Inflation, von denen der Dollar im europĂ€ischen Nachmittagshandel zunĂ€chst Auftrieb erhielt. Dieser Trend lieĂ aber im Verlauf nach. Börsianern zufolge bremsten die Inflationsdaten die Hoffnungen auf eine frĂŒhzeitige Zinssenkung. Hinzu kam, dass in den USA in der vergangenen Woche weniger Menschen als erwartet einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe stellten.
Im Dezember war die Inflationsrate stĂ€rker als erwartet auf 3,4 Prozent gestiegen. Die Daten sind wichtig fĂŒr die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. "Das Zahlenwerk zeigt, dass eine Zinssenkung bereits in den FrĂŒhjahrsmonaten, wie es derzeit an den FinanzmĂ€rkten eingepreist ist, zu voreilig ist", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.
Auch die PrĂ€sidentin der regionalen Notenbank von Cleveland, Loretta Mester, hat die Erwartungen an eine baldige Leitzinssenkung gedĂ€mpft. "Meiner Meinung nach ist es im MĂ€rz wahrscheinlich zu frĂŒh fĂŒr eine Zinssenkung", sagte Mester nach der Veröffentlichung der Inflationszahlen dem Fernsehsender Bloomberg TV. Die Daten zeigten, dass man noch eine restriktive Politik benötige.
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