Devisen: Euro gerÀt nach US-Arbeitsmarktbericht unter Druck
03.07.2025 - 17:45:15 | dpa.deAm Donnerstagnachmittag kostete die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung 1,1764 US-Dollar. Zuvor hatte der Euro noch ĂŒber 1,18 Dollar notiert. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1782 (Mittwoch: 1,1755) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8487 (0,8507) Euro.
Der US-Arbeitsmarktbericht hat den Dollar zu allen wichtigen WĂ€hrungen gestĂŒtzt. Der US-Arbeitsmarkt hat sich im Juni erneut robuster gezeigt als erwartet. So stieg die BeschĂ€ftigtenzahl stĂ€rker als gedacht, und die Arbeitslosenquote ging deutlicher zurĂŒck als von Volkswirten erwartet. Dies geht aus den am Donnerstag vom Arbeitsministerium vorgelegten Daten hervor. Nur die Lohnentwicklung blieb hinter den Erwartungen zurĂŒck.
Ăkonomen bewerten die Daten jedoch nicht durchgehend positiv. Nach EinschĂ€tzung von Commerzbank-Volkswirt Christoph Balz zeigt der Bericht, dass die Wirtschaft an Schwung verloren hat. "Wichtig ist, dass der private Sektor nur 74.000 Stellen geschaffen hat." In konjunktursensiblen Sektoren wie der Industrie und Unternehmensnahen Dienstleistungen stagniere die Stellenzahl und die BeschĂ€ftigung sinke. Neue Stellen wurden laut der Statistik vor allem im Bildungswesen der Bundesstaaten und lokalen Gebietskörperschaften geschaffen.
Die Aussicht auf baldige Leitzinssenkungen durch die US-Notenbank Fed wird aber laut Ăkonomen gedĂ€mpft. Die gesunkene Aussicht auf Zinssenkungen stĂŒtzte den Dollar. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte den Druck auf die Fed zuletzt erhöht. Er fordert von Notenbankchef Jerome Powell Leitzinssenkungen und seinen RĂŒcktritt.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,86290 (0,86050) britische Pfund, 169,58 (169,45) japanische Yen und 0,9351 (0,9330) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 3.330 Dollar. Das waren etwa 26 Dollar weniger als am Vortag.
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