Devisen: Eurokurs sackt deutlich ab - US-Arbeitsmarktbericht stĂŒtzt Dollar
05.06.2026 - 21:11:34 | dpa.deAm Nachmittag fiel der Kurs der GemeinschaftswÀhrung bis auf 1,1523 US-Dollar. Vor den Arbeitsmarktdaten hatte er noch bei rund 1,1640 Dollar gelegen. Die EuropÀische Zentralbank hatte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1640 (Donnerstag: 1,1640) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8591 Euro.
GestĂŒtzt wurde der Dollar durch einen ĂŒberraschend stark ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht. Die BeschĂ€ftigtenzahl war im Mai deutlich stĂ€rker gestiegen als erwartet. Der ĂŒberraschend deutliche Stellenaufbau stĂ€rkte die Erwartungen fĂŒr eine Anhebung der US-Leitzinsen. Am Markt gilt nun eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte bis zum Jahresende als eingepreist.
"Erneut schĂŒren stĂ€rker als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten vor dem Hintergrund der steigenden Inflation die Erwartung einer Zinserhöhung durch die Fed", schrieb der Chefökonom James Knightley von der ING Bank. "Die Fed sollte die Daten zum Anlass nehmen, den Fokus stĂ€rker auf die erhöhten Inflationsrisiken zu richten", kommentierte der Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz, Johannes Mayr.
Insgesamt zeigt sich die US-Wirtschaft mit den zuletzt veröffentlichten Konjunkturdaten weiterhin robust. Sie leidet nicht so stark unter dem Iran-Krieg, da die Vereinigten Staaten ein Nettoexporteur von Energie sind. Dies stĂŒtzte zuletzt auch den Dollar. Die am Freitag nachgebenden Erdölpreise belasteten die US-WĂ€hrung in diesem Umfeld nicht. Eine Einigung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ist weiterhin nicht in Sicht.
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