Devisen: Eurokurs legt zum US-Dollar zu - enttÀuschende US-Daten
01.05.2026 - 16:52:17 | dpa.deAm Nachmittag wurde die GemeinschaftswÀhrung bei 1,1783 US-Dollar gehandelt und damit etwa einen halben Cent höher als am Morgen. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstag auf 1,1702 Dollar festgesetzt.
FĂŒr Auftrieb beim Euro sorgten enttĂ€uschende US-Konjunkturdaten. Im April hatte sich die Stimmung in den Industriebetrieben ĂŒberraschend nicht verĂ€ndert. Der Einkaufsmanagerindex ISM verharrte auf 52,7 Punkten, wĂ€hrend Volkswirte von einem Anstieg auf 53,2 ZĂ€hler ausgegangen waren.
Die GemeinschaftswĂ€hrung wurde zudem von der Aussicht auf eine Zinserhöhung in der Eurozone gestĂŒtzt. BundesbankprĂ€sident Joachim Nagel hatte sich fĂŒr eine solche MaĂnahme im Juni ausgesprochen. "Aus heutiger Sicht entwickelt sich die Lage weniger gĂŒnstig als im vorherigen Basisszenario", wurde Nagel in einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert. Es sei daher umso angemessener fĂŒr den EZB-Rat, im Juni zu reagieren, falls sich die Aussichten nicht deutlich verbessern.
Bereits am Vortag hatte EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde die TĂŒr fĂŒr eine Zinserhöhung im Juni offen gehalten. Zuvor hatte die Notenbank die Leitzinsen unverĂ€ndert belassen. Der fĂŒr die FinanzmĂ€rkte wichtige Einlagensatz liegt weiter bei 2,0 Prozent.
Zum Wochenschluss wird das Handelsvolumen von Marktbeobachtern als eher gering beschrieben. In vielen LÀndern sind die FinanzmÀrkte feiertagsbedingt geschlossen. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.643 Dollar. Das waren rund 25 Dollar mehr als am Vortag.
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