Devisen: Euro im US-Handel unter 1,16 US-Dollar
11.03.2026 - 20:05:03 | dpa.deZuletzt kostete die GemeinschaftswĂ€hrung 1,1571 Dollar. Im frĂŒhen europĂ€ischen GeschĂ€ft hatte der Euro noch ĂŒber 1,16 Dollar notiert. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1581 (Dienstag: 1,1641) Dollar fest.
Im spĂ€ten europĂ€ischen Handel lasteten insbesondere die gestiegenen Ălpreise auf dem Euro. Der Dollar hingegen wurde als WeltleitwĂ€hrung wieder verstĂ€rkt gesucht. Zudem dĂŒrfte die US-Wirtschaft weniger durch die Ălpreisentwicklung belastet sein. SchlieĂlich sind die USA ein Nettorohölexporteur. Zu Wochenbeginn hatte noch die Erwartung eines baldigen Endes des Iran-Kriegs den Euro gestĂŒtzt.
Aussagen aus den Reihen der EuropĂ€ischen Zentralbank zur Inflationsentwicklung und zu möglichen geldpolitischen Entscheidungen hatten den Euro im frĂŒhen europĂ€ischen GeschĂ€ft kaum bewegt. EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde hatte bei einem französischen Fernsehsender versichert, alles Notwendige tun, um die Inflation unter Kontrolle zu halten.
Es solle sichergestellt werden, dass die Folgen des Kriegs im Nahen Osten keinen Inflationsschub auslösen werden wie zuletzt in den Jahren 2022 und 2023, sagte Lagarde. Damals hatte der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Preise nach oben getrieben.
EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir sieht wegen der Folgen des Kriegs im Nahen Osten die Möglichkeit einer schnelleren Zinserhöhung als bisher gedacht. "Ich wĂŒrde sagen, eine Reaktion der EZB ist möglicherweise nĂ€her als viele denken", sagte der PrĂ€sident der Notenbank der Slowakei. Konkret wollte der Notenbanker nicht ĂŒber den Zeitpunkt einer Zinserhöhung spekulieren. "Aber wir werden bereit sein, bei Bedarf zu handeln", versicherte Kazimir.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
