ROUNDUP, Jost

Jost Werke hÀlt Dividende trotz Verlusts stabil - Aktie sackt ab

26.03.2026 - 10:51:44 | dpa.de

Der Nutzfahrzeug-Zulieferer Jost Werke DE000JST4000 ist 2025 im Zuge einer Übernahme in die roten Zahlen gerutscht.

Die Kredite zum Kauf des Hydraulik-Spezialisten Hyva und die verlustreiche Trennung von dessen Ladekran-GeschĂ€ft brockten dem Konzern einen Jahresverlust von fast 15 Millionen Euro ein. Die AktionĂ€re sollen dennoch eine stabile Dividende von 1,50 Euro je Aktie erhalten, wie Jost am Donnerstag mitteilte. FĂŒr 2026 rechnet Vorstandschef Joachim DĂŒrr trotz Krise mit besseren GeschĂ€ften als im Vorjahr. An der Börse wurden die positiven Aussagen jedoch nicht goutiert.

Die Jost-Aktie verlor am Vormittag mehr als fĂŒnf Prozent auf 54,10 Euro und gehörte somit zu den Schlusslichtern im Kleinwerte-Index SDax DE0009653386. Zugleich lösten sich die noch verbliebenen Kursgewinne aus dem bisherigen Jahresverlauf in Luft auf.

Im Jahr 2024 hatte das Unternehmen aus Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main unter dem Strich noch 52,6 Millionen Euro verdient. Dass es 2025 so viel schlechter lief, erklĂ€rte der Konzern zusĂ€tzlich mit höheren Steuern infolge der Hyva-Übernahme und einem positiven WĂ€hrungseffekt aus dem Vorjahr, der sich nun nicht wiederholte. Mit Hyva hatte Jost auch das GeschĂ€ft mit Ladekranen erworben, es aber mangels Interesse im Dezember wieder verkauft. Dies allein schlug mit einem Verlust von gut 16 Millionen Euro zu Buche.

Im vergangenen Jahr steigerte Jost den Umsatz dank der Hyva-Übernahme um 43,5 Prozent auf gut 1,5 Milliarden Euro. Sonderposten herausgerechnet, legte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) um 29 Prozent auf rund 145 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge sank jedoch von 10,6 auf 9,5 Prozent.

FĂŒr das laufende Jahr nimmt sich Unternehmenschef DĂŒrr im TagesgeschĂ€ft merkliche Steigerungen vor - schrĂ€nkt seine Prognosen aber zugleich ein. "Die Welt um uns herum zeigt, dass VolatilitĂ€t und Unsicherheit der neue Normalzustand geworden sind", sagte er. Die Folgen des Iran-Kriegs fĂŒr die Weltwirtschaft, die Lieferketten und auf Jost selbst seien derzeit nicht zu beziffern.

Dabei geht der Manager davon aus, dass das Unternehmen seinen Umsatz im laufenden Jahr um einen einstelligen Prozentsatz steigern kann. Der bereinigte operative Gewinn soll um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zulegen und die bereinigte operative Marge soll sich entsprechend verbessern. Allerdings könnte sich die Wirtschaftsdynamik wegen des Iran-Kriegs abschwÀchen, gibt der Vorstand zu bedenken. Auch eine BeeintrÀchtigung der Lieferketten könne sich negativ auf Josts GeschÀft auswirken.

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