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Supreme Court erlaubt Neuzuschnitt der Wahlkreise in Alabama

03.06.2026 - 06:47:37 | dpa.de

Der Oberste Gerichtshof der USA hat das Verbot eines umstrittenen Neuzuschnitts von Wahlkreisen im Bundesstaat Alabama vorlÀufig aufgehoben und den Republikanern damit einen Erfolg beschert.

In vorheriger Instanz war der Partei von PrĂ€sident Donald Trump untersagt worden, einen Wahlkreisplan aus dem Jahr 2023 wieder einzufĂŒhren, der nach Überzeugung eines Bundesgerichts schwarze WĂ€hlerinnen und WĂ€hler diskriminiert hĂ€tte.

Diese Entscheidung kippte der Supreme Court nun. Das Urteil könnte Trumps Republikanern helfen, bei den Zwischenwahlen im November ihre knappe Mehrheit im ReprÀsentantenhaus zu verteidigen.

Bei den sogenannten Midterms wird am 3. November ein Teil des Senats und das komplette ReprĂ€sentantenhaus neu gewĂ€hlt. Wegen der knappen MehrheitsverhĂ€ltnisse könnte jedes einzelne Mandat darĂŒber entscheiden, wer am Ende die Macht im Kongress hat. Deshalb ringen Republikaner und Demokraten seit Monaten erbittert um Neuzuschnitte der Wahlkreise in mehreren Bundesstaaten, um jeweils ihre Erfolgschancen zu verbessern.

Reform könnte Stimmen schwarzer WÀhler verpuffen lassen

Der Supreme Court hatte den Schutz von Minderheiten im Wahlrecht im April bereits abgeschwĂ€cht. In Alabama war das Bundesgericht dann Ende Mai per einstweiliger VerfĂŒgung gegen die geplante Wahlkreisreform eingeschritten, weil dadurch die Stimmen schwarzer WĂ€hlerinnen und WĂ€hler - die tendenziell eher den Demokraten wohlgesonnen sind - auf mehrere Bezirke aufgeteilt worden wĂ€ren und an Wirkung verloren hĂ€tten.

Diesen Effekt machen sich in den USA seit Jahrzehnten beide Parteien zunutze, um Stimmen strategisch in andere Wahlkreise zu verfrachten, wo das Rennen enger ist. Unter Trumps FĂŒhrung hat sich der Streit darĂŒber zuletzt aber nochmals deutlich verschĂ€rft und wird mit hĂ€rteren Bandagen ausgetragen.

Alabama ist lÀngst kein Einzelfall

Alabama ist lĂ€ngst kein Einzelfall: In vielen Bundesstaaten befassen sich Gerichte aktuell mit dem Neuzuschnitt von Wahlkreisen. In Texas, Florida, Oklahoma, Tennessee, North Carolina und Ohio wurden die Grenzen entweder bereits neu gezogen oder es gibt PlĂ€ne dafĂŒr. Die Demokraten zogen in Kalifornien und Virginia nach, stehen insgesamt aber schlechter da.

Die Zwischenwahlen im November sind ein wichtiger Meilenstein fĂŒr Trumps zweite PrĂ€sidentschaft. Verliert seine Partei auch nur in einer der beiden Parlamentskammern ihre Mehrheit, wird der Republikaner grĂ¶ĂŸere Gesetzesinitiativen nicht mehr ohne weiteres durchsetzen können.

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