BauernprĂ€sident schlĂ€gt Alarm: DĂŒnger wird immer knapper
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 12:53 Uhr | dpa.de"Die Lage am Golf hat sich bis heute nicht verbessert, was unsere BefĂŒrchtungen bestĂ€tigt: Wer sich hier auf das Prinzip Hoffnung verlĂ€sst, gefĂ€hrdet die Versorgungssicherheit", sagte Rukwied dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND).
Zwar sei ein physischer Engpass bislang ausgeblieben, so der BauernprĂ€sident, "aber die Stickstoffpreise verharren strukturell auf hohem Niveau, und die VorrĂ€te fĂŒr die neue Saison sind gefĂ€hrlich gering". Er befĂŒrchtet zudem, dass die Preise erneut deutlich anziehen könnten, etwa wenn sich die Situation in der Golfregion weiter verschĂ€rft und dadurch auch Energie- und Gaspreise steigen.
Die EU hatte zuletzt Erleichterungen fĂŒr Landwirte beschlossen
Viele Höfe könnten die höheren Kosten wegen zugleich niedriger Erlöse nur noch schwer auffangen. Es brauche deswegen Entlastungen beim Agrardiesel, eine zeitlich befristete Senkung der Energiesteuer auf das europÀische Mindestniveau sowie Erleichterungen bei der CO2-Bepreisung, forderte Rukwied.
Die EU-Agrarminister hatten wegen der zuletzt gestiegenen Kosten fĂŒr DĂŒnger beschlossen, dass Mitgliedstaaten betroffene Betriebe gezielt stĂŒtzen können, um zusĂ€tzliche Ausgaben fĂŒr DĂŒngemittel abzufedern. Zudem hat die EU befristet Zölle auf bestimmte DĂŒngemittelimporte ausgesetzt. StickstoffdĂŒnger gilt als besonders preissensibel, weil seine Herstellung eng an Erdgaspreise gekoppelt ist. Da Landwirte in der EU höhere Kosten in der Regel nicht weitergeben können, setzen viele nach Angaben der EU-Kommission weniger DĂŒnger ein. Eine geringere Ernte sei das Ergebnis.
