Rot-Kreuz-PrÀsident, Gröhe

Rot-Kreuz-PrÀsident Gröhe: Zivilschutz braucht Milliarden

17.05.2026 - 18:19:09 | dpa.de

Der PrÀsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Herrmann Gröhe, warnt vor Milliardendefiziten beim Zivil- und Bevölkerungsschutz in Deutschland.

"Wenn die Bundesregierung mit einem Angriffsszenario auf die Nato 2029 rechnet, muss sie den Schutz der Bevölkerung erst recht heute angehen und nicht morgen", sagt Gröhe der "SĂŒddeutschen Zeitung". Derzeit werde ehrenamtlichen Helfern teils Material zur VerfĂŒgung gestellt, "mit dem schon ihre Großeltern gearbeitet" hĂ€tten. "Das kann doch nicht wahr sein."

Die großen Hilfsorganisationen fordern eine Zeitenwende im Zivilschutz. "FĂŒr den Kraftakt brauchen wir als Deutsches Rotes Kreuz zwei Milliarden Euro bis 2027", sagt Gröhe. "Danach eine Milliarde Euro jĂ€hrlich."

Ohne starke Hilfsorganisationen gebe es keinen wirksamen Bevölkerungsschutz, mahnt auch Oliver Meermann, Bundesvorstand der Johanniter-Unfallhilfe. Die jĂ€hrlichen Mittel fĂŒr die Hilfsorganisationen und ihre Partner mĂŒssten insgesamt dauerhaft auf etwa 2,6 Milliarden Euro jĂ€hrlich vervierfacht werden, fordert er.

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