ROUNDUP, Fuchs

Fuchs startet Quartal besser als erwartet - Aktie legt deutlich zu

29.04.2026 - 11:22:31 | dpa.de

Der Schmierstoffhersteller Fuchs DE000A3E5D64 ist mit zum Teil deutlichen ZuwÀchsen in das Jahr gestartet.

"Zu dieser positiven Entwicklung trugen neben dem GeschĂ€ftsausbau und einem disziplinierten Kostenmanagement insbesondere eine zusĂ€tzliche Nachfrage im MĂ€rz sowie die erfolgreiche VerĂ€ußerung eines GrundstĂŒcks in Australien bei", sagte Konzernchef Stefan Fuchs laut einer Mitteilung am Mittwoch. WĂ€hrend das Unternehmen wegen der Inflation das Umsatzziel fĂŒr das laufende Jahr anhob, senkte es die Prognose fĂŒr den freien Barmittelzufluss vor ZukĂ€ufen aufgrund stark gestiegener Rohstoffkosten und Verkaufspreise.

An der Börse kamen die Zahlen sehr gut an. Die Vorzugsaktie legte am Vormittag um 7,4 Prozent zu und gehörte damit zu den grĂ¶ĂŸten Gewinnern im MDax DE0008467416, dem Index fĂŒr mittelgroße Werte. Analyst Constantin Hesse vom Investmenthaus Jefferies zufolge hat das Unternehmen mit seinen Zahlen die Erwartungen ĂŒbertroffen. Das reduzierte Ziel fĂŒr den freien Mittelzufluss vor Akquisitionen sei hingegen schon erwartet worden.

Im ersten Quartal wuchs der Umsatz um ein Prozent 934 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich um 16 Prozent auf 125 Millionen Euro. WĂ€hrend das Unternehmen in der Region Asien-Pazifik operativ deutlich mehr verdiente, ging das Ergebnis in Nord- und SĂŒdamerika um fast ein Zehntel zurĂŒck. Fuchs fĂŒhrte dies vor allem auf den schwĂ€cheren US-Dollar zurĂŒck. In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) konnte das Unternehmen das Ergebnis vor allem dank Deutschland und SĂŒdafrika deutlich verbessern.

Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 89 Millionen Euro, ein Plus von ebenfalls 16 Prozent zum Vorjahr. Mit den Kennziffern ĂŒbertraf Fuchs die Erwartungen der Analysten. Den freien Barmittelzufluss vor ZukĂ€ufen konnte das Unternehmen mit 54 Millionen Euro mehr als verdreifachen.

"Der Konflikt im Nahen Osten und insbesondere die Sperrung der Straße von Hormus wird uns unabhĂ€ngig vom weiteren Verlauf der Auseinandersetzung im laufenden GeschĂ€ftsjahr vor große Aufgaben stellen", sagte Firmenlenker Fuchs. Steigende Rohstoffpreise und LieferengpĂ€sse forderten das Unternehmen bereits heute heraus. Die Lage werde in den kommenden Monaten angespannt bleiben. Deshalb werde das Unternehmen, die steigenden Rohstoffkosten mit zeitnahen Preiserhöhungen ausgleichen.

Im laufenden Jahr soll der Umsatz nun deutlich auf ĂŒber 3,7 Milliarden Euro steigen. FĂŒr die freien Barmittel vor ZukĂ€ufen werden jetzt deutlich unter 270 Millionen Euro erwartet. Zuvor standen beim Umsatz 3,7 Milliarden und fĂŒr der freie Barmittelzufluss vor ZukĂ€ufen 270 Millionen im Plan. Der operative Gewinn (Ebit) soll sich unterdessen weiterhin auf 450 Millionen Euro verbessern.

FĂŒr den Mannheimer Schmierstoffhersteller, der knapp 6.900 Mitarbeiter beschĂ€ftigt, ist vor allem die Auto- und Nutzfahrzeugindustrie wichtig. Fuchs macht hier rund 30 Prozent des Umsatzes. Der Umbruch vom Verbrenner zum Elektromotor fĂŒhrt auch bei Fuchs zu VerĂ€nderungen. Daneben hat der Konzern auch Kunden aus Bereichen wie Maschinenbau, Metallverarbeitung, Bergbau, Luft- und Raumfahrt sowie Land- und Forstwirtschaft.

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