Schnapshersteller Diageo will nach Übergangsjahr wieder wachsen - Aktie obenauf
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 14:09 Uhr | dpa.deIm neuen Geschäftsjahr 2026/27 (Ende Juni) wird es damit zwar wohl noch nichts werden, allerdings sollen Kostensenkungen das operative Ergebnis aus eigener Kraft schon dieses Jahr um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz heben, wie der Hersteller von Johnnie Walker und Guinness am Donnerstag in London mitteilte.
Bis ins Geschäftsjahr 2028/29 hinein soll der organische Umsatz danach jährlich im Durchschnitt im niedrigen einstelligen Prozentbereich zunehmen und das operative Ergebnis im mittleren einstelligen Bereich wachsen. Der Gewinn je Aktie soll dabei stärker steigen als das operative Ergebnis. Die Aktie legte in der Spitze in London um 11 Prozent zu, zuletzt betrug das Plus noch 6 Prozent.
Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate hat der Kurs gut 16 Prozent verloren, über fünf Jahre gar mehr als die Hälfte. Seit geraumer Zeit kämpft der Konzern mit einer schwachen Entwicklung, insbesondere mit der zurückhaltenden Konsumneigung der Verbraucher nach der Corona-Pandemie. Zuletzt belasteten auch Zölle in den USA die Geschäfte.
Der seit Januar amtierende Chef Dave Lewis will das Ruder herumreißen. Seine neue Strategie, sich auf relevante Marken in wettbewerbsfähigen Bereichen zu konzentrieren, soll über die nächsten drei Jahre zusammengenommen eine Milliarde US-Dollar einsparen helfen.
Im zurückliegenden Jahr fiel der aus eigener Kraft erzielte Umsatz um 2 Prozent, wie es anhand vorläufiger Zahlen hieß. Dabei lasteten vor allem ungünstige Mix- und Preisentwicklungen auf dem Erlös. Insgesamt sank er um 3 Prozent auf 19,6 Milliarden Dollar (17,1 Mrd Euro). Unter dem Strich standen noch knapp 2 Milliarden Dollar Gewinn, fast ein Viertel weniger als ein Jahr zuvor. In der Türkei schrieb der Konzern 1,5 Milliarden Dollar ab.
Die Dividende soll 50 Cent je Aktie betragen, wie im Februar als Mindestausschüttung in Aussicht gestellt. Damals hatte Lewis die Ausschüttung deutlich gekappt, um die Bilanz zu schonen.
