Salzgitter schreibt rote Zahlen - Umsatz geht deutlich zurĂŒck
12.05.2025 - 11:40:09 | dpa.deEin schwaches konjunkturelles Umfeld und eine sinkende Stahlnachfrage drĂŒckten auf die Ergebnisse, teilte das Unternehmen am Montag mit. Zudem belasteten Sondereffekte. "Das wirtschaftliche Umfeld war im ersten Quartal 2025 alles andere als unterstĂŒtzend", kommentierte Finanzchefin Birgit Potrafki. Die Jahresprognose bekrĂ€ftigte Salzgitter.
Unter dem Strich verbuchte der Konkurrent von Thyssenkrupp DE0007500001 einen Verlust von 34,6 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 15 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei verzeichnete das im SDax DE0009653386 gelistete Unternehmen millionenschwere Belastungen aus Derivatepositionen sowie Wertberichtigungen. Ohne die Effekte wÀre das Ergebnis vor Steuern "leicht" positiv ausgefallen, erklÀrte Potrafki.
Der Umsatz sank um 13 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Dabei wirkte sich auch die Entkonsolidierung der Edelstahlrohrgruppe negativ aus. Die Bereiche Stahlerzeugung und -verarbeitung sowie der Handel verzeichneten geringere Erlöse. Das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) sank von 126,4 Millionen auf 78,6 Millionen Euro und fiel damit schwÀcher aus als von Analysten erwartet.
Die Jahresprognose bestĂ€tigte Salzgitter. Beim Umsatz geht das Management von 9,5 bis 10,0 Milliarden Euro aus. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen dĂŒrften zwischen 350 und 550 Millionen Euro als Ergebnis hĂ€ngenbleiben. Vor Steuern rechnet Salzgitter ebenfalls mit einer recht breiten Spanne, die von einem Verlust bis zu einem Gewinn von jeweils 100 Millionen Euro reicht. Angesichts der schwachen Entwicklung hatte Salzgitter sein laufendes Sparprogramm zuletzt deutlich verschĂ€rft.
Die im SDax notierte Aktie verlor zum Wochenauftakt am Vormittag knapp 5,9 Prozent.
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