Aktien New York: Dow schwach vor verlÀngertem Osterwochenende
17.04.2025 - 19:48:44 | dpa.deBelastend wirkte besonders der Kurssturz der Unitedhealth-Aktie und die SchwĂ€che des Nvidia-Papiers. Die ĂŒberwiegend mit Technologieaktien bestĂŒckte Nasdaq pendelte dagegen vor dem verlĂ€ngerten Osterwochenende richtungslos zwischen Gewinnen und Verlusten. Von den Konjunkturdaten gingen keine klaren Impulse aus. Sie waren durchwachsen gewesen, wobei jedoch der Philly-Fed-Index, der das GeschĂ€ftsklima in der Region Philadelphia misst, herausstach. Er fiel ĂŒberraschend schwach aus.
Rund zwei Stunden vor dem Börsenschluss bĂŒĂte der Dow 1,0 Prozent auf 39.279 Punkte ein. Auf Wochensicht zeichnet sich ein Verlust von etwas mehr als 2 Prozent ab. Der breit gefasste S&P 500 US78378X1072 legte am Donnerstag um 0,5 Prozent auf 5.301 ZĂ€hler zu und der Nasdaq 100 US6311011026 gewann 0,2 Prozent auf 18.286 ZĂ€hler.
Die ProduktionsaktivitĂ€t in der Region Philadelphia ging im April auf minus 26,4 Punkte zurĂŒck. Ăkonomen hatten nur mit einem RĂŒckgang von 12,5 Punkten im MĂ€rz auf 2,0 Punkte gerechnet.
Auf die Stimmung drĂŒckte auĂerdem, dass PrĂ€sident Donald Trump Fed-Chef Jerome Powell fĂŒr dessen ihm zufolge zögerliche Haltung in puncto Zinssenkung gescholten hatte. Trump sagte, Powells RĂŒcktritt könne nicht schnell genug erfolgen. Die US-Notenbank Fed hĂ€tte die Zinsen bereits in diesem Jahr senken mĂŒssen und sollte dies auf jeden Fall jetzt tun. Powell sei "immer zu spĂ€t und falsch", schrieb Trump auf Truth Social. Angesichts der aggressiven US-Zollpolitik hatte Powell vor einer steigenden Inflation und einem langsameren Wirtschaftswachstum gewarnt.
Unter den Einzelwerten standen im Dow vor allem Unitedhealth US91324P1021 und Nvidia US67066G1040 im Fokus. Der gröĂte US-Krankenversicherer hatte zur Vorlage seiner Zahlen zum ersten Quartal die Jahresprognose gekappt. Im Bereich der öffentlichen US-Krankenversicherung Medicare sei es zu einer ĂŒberraschend hohen BehandlungsaktivitĂ€t gekommen, lautete einer der GrĂŒnde. Die Aktie brach zeitweise um 25 Prozent ein und damit so stark wie seit 25 Jahren nicht mehr. Zuletzt ging es um 22,5 Prozent nach unten.
Die stark getrĂŒbte Stimmung fĂŒr Unitedhealth belastete auch die Anteilscheine der Wettbewerber Humana US4448591028 und CVS Health US1266501006, die um 6,8 Prozent beziehungsweise 1,8 Prozent nachgaben.
Nvidia litten mit minus 3,1 Prozent darunter, dass die US-Regierung dem Chiphersteller den Verkauf seiner H20-Chips in China untersagt hat. Dies verschĂ€rft den Technologiekonflikt Washingtons mit Peking, wird das Unternehmen wohl Milliarden an Dollars kosten und eine Produktlinie beeintrĂ€chtigen, die explizit auf die Einhaltung frĂŒherer US-BeschrĂ€nkungen ausgelegt gewesen war. Inmitten des Handelskonflikts der beiden weltgröĂten Volkswirtschaften sei Nvidia-Chef Jensen Huang nach Peking gereist, berichteten nun chinesische Staatsmedien.
Um 16 Prozent nach oben ging es dagegen fĂŒr die Anteilscheine von Eli Lilly US5324571083. Der Pharmakonzern veröffentlichte positive Studiendaten zu der Abnehmpille Orforglipron.
Die Stabilisierung der Ălpreise durch Erholungsgewinne verhalf den Aktien von Chevron US1667641005, ConocoPhillips US20825C1045 und Exxonmobil US30231G1022 zu Kursanstiegen von jeweils um die 3 Prozent. Marktbeobachter verwiesen auf Meldungen, wonach die USA den Druck auf das Förderland Iran erhöht hat. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatte neue Forderungen aufgestellt: Iran dĂŒrfe weder Uran anreichern noch ein Atomwaffenprogramm verfolgen, was die dortige Regierung ablehnte.
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