Opposition fragt: Warum durfte DFB sein Finanzamt wechseln?
01.06.2026 - 12:29:36 | dpa.deDie haushaltspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Marion Schardt-Sauer, erklĂ€rte: "Der steuerzahlende BĂŒrger wundert sich: Darf sich jetzt jeder sein zustĂ€ndiges Finanzamt nach Belieben und WohlgefĂŒhl aussuchen? Wohl kaum!" Deswegen wĂ€re ein "Lex DFB" nicht hinzunehmen.
In BerichtsantrĂ€gen fordern die Fraktionen von FDP und GrĂŒnen AufklĂ€rung von der Landesregierung zu der Frage, warum der DFB das Finanzamt wechseln konnte. "Diese Transparenz ist er den Steuerzahlern schuldig", erklĂ€rte Schardt-Sauer. Die "SĂŒddeutsche Zeitung" hatte ĂŒber den Wechsel des Finanzamtes berichtet. Der DFB erklĂ€rte, die Berichterstattung folge keinem Geheimnis.
DFB und Finanzbehörde lagen im Streit
Die "SĂŒddeutsche Zeitung" verweist auf das angespannte VerhĂ€ltnis zwischen dem DFB und der Frankfurter Finanzbehörde. Hintergrund ist unter anderem die sogenannte Bandenwerbung-AffĂ€re, wegen der dem DFB vom Finanzamt Frankfurt die GemeinnĂŒtzigkeit fĂŒr die betroffenen Jahre 2014 und 2015 aberkannt worden war - mit schwerwiegenden finanziellen Folgen.
Die gegen den DFB erhobenen VorwĂŒrfe der Steuerhinterziehung bestĂ€tigten sich jedoch nicht. Vielmehr endete das Verfahren vor dem Landgericht Frankfurt mit einem Freispruch fĂŒr den DFB und dessen ehemaligen Schatzmeister Stephan OsnabrĂŒgge. Die Vorsitzende Richterin Eva-Maria Distler hatte in ihrem Urteil zudem "strukturelle SchwĂ€chen bei den Finanzbehörden" kritisiert./löb/DP/jha
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