Aktien, Wien

Aktien Wien Schluss: ATX verliert weiter nach Rekordhoch

19.06.2026 - 18:41:59 | dpa.de

Der Wiener Aktienmarkt hat seine jüngste Konsolidierung am Freitag fortgesetzt.

Nach einem überwiegend schwächeren Verlauf schloss der Leitindex ATX AT0000999982 bei 6.527,59 Punkten praktisch auf der Vortageslinie. Am Donnerstag hatte das Börsenbarometer noch im frühen Handel ein Rekordhoch bei knapp 6.572 Zählern aufgestellt, letztlich aber mit Verlusten geschlossen. Auf Wochensicht verbuchte er ein starkes Plus von 4,3 Prozent.

Für den ATX Prime ging es vor dem Wochenende um 0,05 Prozent auf 3.212,66 Zähler hinauf. Eine ähnlich verhaltene Entwicklung gab es im europäischen Umfeld.

Da das Geschäft an den US-Börsen vor dem Wochenende feiertagsbedingt ruhte, blieb der Handel über weite Strecken impulsarm und mit unterdurchschnittlichen Umsätzen. Der große Verfall an den Terminbörsen hinterließ wie die Meldungslage aus dem Nahen Osten kaum Spuren am österreichischen Aktienmarkt.

So herrscht nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Kriegs weiter Unsicherheit. Für Freitag anberaumte weiterführende Gespräche zwischen den USA und dem Iran wurden abgesagt, was den Ölpreisen zeitweise etwas Auftrieb gab. Hintergrund waren neue Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz. Jüngsten US-Angaben zufolge haben sich die beiden Kontrahenten mittlerweile aber auf eine Waffenruhe geeinigt.

Unterstützt wurde der ATX letztlich von den Schwergewichten aus dem Bankensektor. Erste Group AT0000652011, Bawag AT0000BAWAG2 und RBI AT0000606306 gewannen bis zu 0,7 Prozent. Schwächer zeigten sich dagegen Industrie- und Bauwerte. Besonders Voestalpine AT0000937503 und Strabag AT000000STR1 büßten 2,5 respektive 3,7 Prozent ein. AT&S AT0000969985 setzten ihren Rekordlauf zunächst fort, konnten die Gewinne aber nicht halten. Die Titel schlossen unverändert, womit sich auf Wochensicht ein Kursplus von über 46 Prozent ergibt.

Bei Zumtobel AT0000837307 bestätigte die Erste Group ihre Halteempfehlung, senkte aber das Kursziel von 5,4 auf 4,8 Euro. Die Hinabsetzung sei in erster Linie auf niedrigere Gewinnprognosen zurückzuführen, die eine schwächere Umsatzentwicklung und höhere Restrukturierungskosten als zuvor angenommen widerspiegeln würden, schrieb Analyst Michael Marschallinger. Die Aktien verloren 1,4 Prozent auf 4,34 Euro.

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