Dermapharm, DE000A2GS5D8

Dermapharm Holding-Aktie (DE000A2GS5D8): SDAX-Wert zwischen Kursrally, Dividendenfantasie und Hauptversammlung

18.05.2026 - 19:02:59 | ad-hoc-news.de

Dermapharm Holding rückt mit einem markanten Kursanstieg im SDAX und der anstehenden Hauptversammlung in den Fokus. Was hinter der Entwicklung steckt, wie Dividende, Ausblick und Geschäftsmodell zusammenhängen und was deutsche Anleger jetzt genau wissen sollten.

Dermapharm, DE000A2GS5D8
Dermapharm, DE000A2GS5D8

Dermapharm Holding steht derzeit im SDAX besonders im Blick, weil die Aktie zuletzt ein neues Hoch seit August 2022 markiert hat und damit eine deutliche Erholung vollzogen hat. In einem Fokusbericht wurde hervorgehoben, dass die Papiere von Dermapharm am Donnerstag auf den höchsten Stand seit dem Spätsommer 2022 kletterten, wie aus Kursdaten und Berichten hervorgeht, die unter anderem von Ad-hoc-news.de Stand 15.05.2026 aufgegriffen wurden. Bereits zuvor war Dermapharm zudem durch eine sichtbare Performance im SDAX aufgefallen, als die Aktie zeitweise zu den schwächeren Werten gehörte, etwa bei einem Rückgang von rund 2,5 Prozent auf 50,50 Euro, wie eine Marktübersicht von finanzen.ch Stand 13.05.2026 zeigte.

Stand: 18.05.2026

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Auf einen Blick

  • Name: Dermapharm
  • Sektor/Branche: Pharma, Generika und Gesundheitsprodukte
  • Sitz/Land: Grünwald, Deutschland
  • Kernmärkte: Deutschland, weitere EU-Staaten und ausgewählte internationale Märkte
  • Wichtige Umsatztreiber: Markenarzneimittel, ausgewählte Generika, pflanzliche Präparate, Nahrungsergänzungsmittel, Lohnherstellung
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Xetra, SDAX (Ticker: DMP)
  • Handelswährung: Euro

Dermapharm Holding: Kerngeschäftsmodell

Dermapharm Holding ist ein auf Markenarzneimittel, ausgewählte Generika und Gesundheitsprodukte spezialisiertes Pharmaunternehmen mit Fokus auf den deutschsprachigen Raum und Europa. Das Unternehmen positioniert sich als integrierter Anbieter, der von der Entwicklung über die Produktion bis zur Vermarktung wesentliche Stufen der Wertschöpfung abdeckt. Der Schwerpunkt liegt auf rezeptfreien und rezeptpflichtigen Präparaten in Nischen und attraktiven Spezialsegmenten, in denen sich mit hoher Marge produzieren lässt.

Das Geschäftsmodell von Dermapharm basiert auf einem breiten Portfolio an Markenprodukten, bei denen die Preissetzungsmacht und die Differenzierung gegenüber Standard-Generika eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören Präparate in Bereichen wie Dermatologie, Allergologie, Schmerztherapie, Vitamine und Mineralstoffe sowie pflanzliche Arzneimittel. Dermapharm hat dieses Portfolio in den vergangenen Jahren sowohl organisch als auch durch Akquisitionen stetig erweitert, um Abhängigkeiten von einzelnen Wirkstoffen zu verringern und saisonale Effekte abzufedern.

Die Produktion erfolgt überwiegend an eigenen Standorten in Deutschland und in weiteren europäischen Ländern, was eine starke Kontrolle über Qualität und Lieferketten ermöglicht. Gerade in der Pharmabranche ist dieser integrierte Ansatz relevant, da regulatorische Vorgaben und Qualitätsanforderungen hoch sind. Dermapharm setzt dabei auf eine flexible Fertigung, um neue Produkte vergleichsweise schnell in den Markt bringen zu können, wenn sich Chancen in bestimmten Therapiegebieten bieten.

Ein weiterer Baustein im Kerngeschäftsmodell ist die konsequente Nutzung von Markennamen und etablierten Produktlinien, die über Apotheken, Großhändler und ausgewählte Vertriebskanäle vermarktet werden. Dadurch soll eine hohe Wiedererkennung bei Ärzten, Apothekern und Endkunden erreicht werden. Die Ausrichtung auf eher margenstarke Nischenpräparate unterscheidet Dermapharm von klassischen Volumen-Generikaherstellern, deren Geschäft stärker vom Preisdruck der Krankenkassen geprägt ist.

Daneben ist Dermapharm auch im Bereich von Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminen aktiv, was dem Unternehmen in Zeiten eines steigenden Gesundheitsbewusstseins zusätzliche Wachstumsperspektiven eröffnet. Diese Produkte unterliegen zwar anderen regulatorischen Rahmenbedingungen als Arzneimittel, profitieren aber von ähnlichen Vertriebsstrukturen und Marketingansätzen. Dadurch können Synergien zwischen den Sparten gehoben werden, etwa in der Produktion oder im Außendienst.

Das Unternehmen nutzt eine Multi-Marken-Strategie und bedient verschiedene Preissegmente, um sowohl im OTC-Bereich in der Apotheke als auch in anderen Vertriebskanälen präsent zu sein. Die Ausweitung der internationalen Aktivitäten, zum Beispiel in weiteren EU-Ländern, basiert auf der Übertragung bestehender Produkte in neue Märkte, sofern dort regulatorische Zulassungen erteilt werden. So soll das bestehende Portfolio effizient skaliert werden, ohne dass für jedes Land komplett neue Produkte entwickelt werden müssen.

In der Vergangenheit hat sich Dermapharm zeitweise auch als Partner im Umfeld von Impfstoffen und biopharmazeutischen Produkten positioniert, insbesondere während der Covid-19-Pandemie. Derartige Engagements haben das Unternehmen vorübergehend in den Fokus der Öffentlichkeit und der Kapitalmärkte gerückt und zusätzliche Umsätze gebracht. Langfristig bleibt jedoch das Kerngeschäft mit Markenarzneimitteln und Gesundheitsprodukten der wichtigste Ergebnisbeitrag.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Dermapharm Holding

Zu den wesentlichen Umsatztreibern von Dermapharm zählen markenstarke Arzneimittel und Gesundheitsprodukte, die sich in bestimmten Indikationsgebieten etabliert haben. Hierzu gehören unter anderem Präparate aus der Dermatologie, Hautpflegeprodukte, Allergiemedikamente und ausgewählte Schmerzmittel. Diese Produkte profitieren von regelmäßigen Verschreibungen und Empfehlungen sowie einer starken Positionierung in Apotheken. Dermapharm setzt in diesen Segmenten auf kontinuierliche Produktverbesserungen und Line Extensions, um das Portfolio zu verjüngen.

Ein weiterer zentraler Treiber ist der Bereich Vitamine, Mineralstoffe und Nahrungsergänzungsmittel. In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach solchen Produkten in vielen europäischen Märkten gestiegen, weil Verbraucher stärker auf Prävention und Wohlbefinden achten. Dermapharm adressiert diesen Trend mit eigenen Marken und Private-Label-Produkten und nutzt dabei seine bestehende Produktions- und Entwicklungsbasis. Diese Sparte weist typischerweise attraktive Margen auf, sofern starke Marken etabliert werden können.

Im Generikageschäft fokussiert sich Dermapharm auf ausgewählte Wirkstoffe und Spezialprodukte statt auf Massenwirkstoffe mit starkem Preiswettbewerb. Diese Strategie soll helfen, die Ertragssituation auch in einem von Kostendruck geprägten Umfeld zu stabilisieren. Vertragsbeziehungen mit Krankenkassen, Klinikträgern und Apothekengruppen spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, ebenso wie die Fähigkeit, Lieferfähigkeit und Qualität dauerhaft sicherzustellen.

Zudem trägt die Lohnfertigung für andere Pharmaunternehmen und Partner im Gesundheitssektor zu den Erlösen bei. Dermapharm stellt dabei sein Know-how in Entwicklung und Produktion zur Verfügung, um Produkte im Auftrag herzustellen. Solche Kooperationen können zu einer besseren Auslastung der Werke führen und Skaleneffekte schaffen. Gleichzeitig entsteht eine gewisse Abhängigkeit von der Nachfrage der Auftraggeber, die bei Projektverschiebungen oder Marktveränderungen zu Schwankungen führen kann.

Geografisch dominieren weiterhin Deutschland und andere europäische Märkte die Umsatzstruktur. In Deutschland profitiert Dermapharm von einer etablierten Präsenz im Apothekenmarkt und von langfristigen Beziehungen zu Großhändlern. Die Expansion in weitere EU-Länder eröffnet zusätzliche Volumenpotenziale, erfordert aber auch Investitionen in Zulassungsverfahren, Marketing und Vertrieb. In einigen Fällen werden lokale Partner eingebunden, um den Markteintritt effizienter zu gestalten.

Die Produktpipeline und der Ausbau bestehender Markennamen sind wichtige Faktoren für die zukünftige Umsatzentwicklung. Dermapharm arbeitet daran, bestehende Therapiebereiche zu vertiefen und zugleich neue Indikationen zu erschließen, in denen regulatorische Hürden und Wettbewerbsintensität im Rahmen der eigenen Fähigkeiten liegen. Gerade in Nischen mit überschaubarer Konkurrenz können sich kleinere Anbieter mit hoher Spezialisierung behaupten, was der strategischen Ausrichtung von Dermapharm entgegenkommt.

Ein wiederkehrender, wenn auch nicht jedes Jahr identischer Treiber kann zudem die Ausschüttungspolitik sein. Für Anleger spielen Dividendenkontinuität und -wachstum eine Rolle bei der Einschätzung der Attraktivität des Unternehmens. Ein Eintrag in einem Dividendenkalender weist beispielsweise für Dermapharm eine geplante Dividendenzahlung zum 01.07.2026 bei einem Ex-Tag Ende Juni aus, wie aus den Angaben von DivvyDiary Stand 10.05.2026 hervorgeht. Der Kalender nennt eine Auszahlung von 0,88 Euro je Aktie, was einer Rendite von rund 1,70 Prozent entspricht, wobei solche Daten stets von den Beschlüssen der Hauptversammlung und den Angaben des Unternehmens abhängen.

Die Hauptversammlung und mögliche Beschlüsse zu Dividende, Kapitalstruktur oder Satzungsänderungen sind ebenfalls Ereignisse mit Einfluss auf die Wahrnehmung der Aktie. Eine Einberufungsbekanntmachung im Bundesanzeiger und auf Finanzportalen weist darauf hin, dass die ordentliche Hauptversammlung von Dermapharm am 26.06.2026 in München geplant ist, wobei das Grundkapital zum Zeitpunkt der Veröffentlichung 49.540.810 Euro beträgt und in ebenso viele auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt ist, wie eine Mitteilung über die Einberufung bei finanzen.net Stand 16.05.2026 dokumentiert.

Die Entwicklung von Ergebniskennzahlen wie Umsatz, EBITDA und Nettoergebnis hängt bei Dermapharm stark von der Marktdynamik in den adressierten Nischen, von regulatorischen Rahmenbedingungen und von der Fähigkeit ab, neue Produkte effizient einzuführen. Bei Veröffentlichung von Quartals- oder Jahreszahlen spielen Kennzahlen wie das währungsbereinigte Wachstum, die Brutto- und EBITDA-Marge sowie der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr eine zentrale Rolle für die Marktreaktion. Historisch waren Zahlenveröffentlichungen in der Vergangenheit mehrfach Katalysatoren für deutliche Kursausschläge.

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

Dermapharm ist in einem von regulatorischen Eingriffen, Preisdruck und hohen Qualitätsanforderungen geprägten Pharmamarkt tätig. In Deutschland wird die Branche stark von der gesetzlichen Krankenversicherung und von Rabattverträgen beeinflusst, wodurch Anbieter von Standard-Generika häufig unter erheblichem Kostendruck stehen. Dermapharm versucht, sich diesem Umfeld durch eine stärkere Fokussierung auf margenstarke Marken- und Nischenprodukte teilweise zu entziehen und so die Profitabilität besser zu schützen.

Der Markt für rezeptfreie Arzneimittel, Selbstmedikation und Nahrungsergänzungsmittel weist seit Jahren strukturelles Wachstum auf, getrieben von einer alternden Bevölkerung und einem zunehmenden Gesundheitsbewusstsein. In diesem Segment konkurriert Dermapharm mit internationalen Konzernen und spezialisierten Mittelständlern. Entscheidend für die Wettbewerbsposition sind eine verlässliche Lieferfähigkeit, starke Marken und ein breites Vertriebsnetz in Apotheken und im Großhandel. Zudem gewinnt der Onlinevertrieb von Gesundheitsprodukten an Bedeutung, was zusätzliche Chancen eröffnet, aber auch neue Wettbewerber auf den Plan ruft.

Regulatorisch müssen Pharmaunternehmen fortlaufend in Qualitätssicherung, Zulassungsprozesse und Pharmakovigilanz investieren. Für Dermapharm bedeutet dies erhebliche Fixkosten in den Bereichen Entwicklung, Dokumentation und Kontrolle. Größere Wettbewerber können Skalen- und Verbundeffekte nutzen, während mittelgroße Anbieter wie Dermapharm mit Spezialisierung und kurzen Entscheidungswegen punkten. Die Fähigkeit, auf Lieferkettenstörungen, Rohstoffpreisschwankungen oder geänderte regulatorische Vorgaben zu reagieren, ist ein wichtiger Faktor für die mittelfristige Stabilität.

Die Erfahrungen aus der Covid-19-Pandemie haben gezeigt, wie stark die Nachfrage nach bestimmten Produkten kurzfristig schwanken kann. Unternehmen, die flexibel genug sind, Produktionskapazitäten anzupassen und kurzfristig stark nachgefragte Präparate bereitzustellen, können temporäre Zusatzerlöse erzielen. Gleichzeitig entstehen Risiken durch Überkapazitäten, wenn Sondernachfragen wieder zurückgehen. Dermapharm muss in diesem Spannungsfeld zwischen Flexibilität und langfristiger Auslastungsplanung agieren.

Im Umfeld der börsennotierten europäischen Generika- und Spezialpharmaunternehmen konkurriert Dermapharm um Investorenkapital mit Gesellschaften, die teils andere Geschäftsmodelle verfolgen. Während einige Wettbewerber stärker im klassischen Generikabereich oder im Bereich komplexer Biopharmazeutika aktiv sind, setzt Dermapharm auf eine Mischung aus etablierten Markenpräparaten, Spezialgenerika und Gesundheitsprodukten. Für Anleger ist daher die Vergleichbarkeit mit Wettbewerbern nur eingeschränkt gegeben, was sowohl Chancen als auch Unsicherheiten bei der Bewertung mit sich bringt.

Warum Dermapharm Holding für deutsche Anleger relevant ist

Für deutsche Privatanleger ist Dermapharm Holding vor allem als heimischer SDAX-Wert interessant, der direkt an der deutschen Wirtschaft und am Gesundheitsmarkt anknüpft. Die Aktie wird auf Xetra in Euro gehandelt und ist damit für Anleger ohne Währungsrisiko innerhalb der Eurozone zugänglich. Durch die Einbindung in den SDAX kann Dermapharm zudem Bestandteil von Index- und ETF-Strategien sein, was zusätzlichen Kapitalzufluss aus passiven Anlagen ermöglichen kann.

Der Schwerpunkt des Geschäfts liegt in Deutschland und Europa, sodass die regulatorischen und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, die deutschen Anlegern vertraut sind, eine wesentliche Rolle spielen. Entscheidungen der Politik zu Arzneimittelpreisen, Erstattung oder Apothekenstrukturen wirken sich direkt auf das operative Umfeld von Dermapharm aus. Anleger, die den heimischen Gesundheitsmarkt verfolgen, können Entwicklungen bei Krankenkassen, Arzneimittelrichtlinien oder Versorgungsengpässen damit relativ gut in die Einordnung des Unternehmens einbeziehen.

Hinzu kommt, dass Dermapharm durch seine Ausrichtung auf Markenarzneimittel, Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel Zugang zu Segmenten hat, die von langfristigen Trends wie einer alternden Gesellschaft und steigendem Gesundheitsbewusstsein profitieren. Gleichzeitig ist der Sektor konjunkturresistenter als viele zyklische Branchen, da grundlegende medizinische Versorgung in der Regel weniger stark von wirtschaftlichen Schwankungen abhängt. Für deutsche Anleger kann dies ein Aspekt sein, wenn sie die Rolle von Gesundheitswerten im eigenen Portfolio betrachten.

Die geplante Hauptversammlung am 26.06.2026 in München und die dort zu beschließende Dividende sind für inländische Investoren wichtige Termine, da über Ausschüttungen, Entlastungen von Vorstand und Aufsichtsrat sowie mögliche Beschlüsse zur Kapitalstruktur entschieden wird. Die im Dividendenkalender vermerkten Daten zur geplanten Ausschüttung geben einen Anhaltspunkt, wie das Unternehmen seine Aktionäre am Ergebnis beteiligen könnte, wobei die endgültige Festlegung stets den HV-Beschlüssen vorbehalten bleibt. Für deutsche Anleger ist die steuerliche Behandlung solcher Dividenden durch die Abgeltungsteuer geregelt, was im Vergleich zu ausländischen Werten mit Quellensteuerbesonderheiten die Handhabung vereinfacht.

Welcher Anlegertyp könnte Dermapharm Holding in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein

Die Aktie von Dermapharm Holding könnte vor allem für Anleger interessant sein, die sich für defensive bis moderat wachstumsorientierte Titel aus dem Gesundheitssektor interessieren. Das Geschäftsmodell basiert auf laufenden Einnahmen aus Markenarzneimitteln und Gesundheitsprodukten, die weniger stark konjunkturabhängig sind als zyklische Branchen wie Automobil oder Chemie. Anleger, die auf kontinuierliche Geschäftsentwicklung und mögliche Dividendenzahlungen Wert legen, finden in einem solchen Profil potenziell passende Eigenschaften.

Gleichzeitig ist Dermapharm ein mittelgroßer SDAX-Wert und damit deutlich weniger breit diversifiziert als ein globaler Pharmakonzern. Wer in die Aktie investiert, trägt neben allgemeinen Marktrisiken auch unternehmensspezifische Risiken wie regulatorische Entscheidungen, Produktabhängigkeiten oder potenzielle Rückrufe. Für sehr sicherheitsorientierte Anleger, die vor allem auf große, international stark diversifizierte Konzerne setzen, kann dies ein Grund sein, vorsichtiger zu agieren oder Gesundheitsengagements breiter zu streuen.

Risikobewusste Anleger, die gezielt Nebenwerte aus dem Gesundheitssektor suchen, könnten Dermapharm wegen der Fokussierung auf margenstarke Nischen und der Möglichkeit überdurchschnittlicher Wachstumsphasen in einzelnen Produktsegmenten interessant finden. Allerdings sollten sie sich darüber im Klaren sein, dass Kursbewegungen in Nebenwertindizes wie dem SDAX mitunter deutlich volatiler ausfallen können als bei Blue Chips. Nachrichten zu Quartalszahlen, regulatorischen Themen oder einzelnen Produkten können stärkere Ausschläge auslösen, als es bei sehr großen Standardwerten üblich ist.

Risiken und offene Fragen

Zu den zentralen Risiken für Dermapharm zählen regulatorische Eingriffe in die Arzneimittelpreisbildung sowie potenzielle Änderungen im Erstattungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung. Solche Maßnahmen können Margen kurzfristig unter Druck setzen und erfordern häufig eine Anpassung der Produktstrategie. Auch steigende Anforderungen an Nachweise zur Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln können zusätzliche Kosten verursachen, insbesondere wenn Studien ausgeweitet oder Dokumentationspflichten verschärft werden.

Ein weiteres Risiko liegt in der Abhängigkeit von bestimmten Produktgruppen und Zulieferern. Engpässe bei Wirkstoffen oder Verpackungsmaterialien können die Lieferfähigkeit beeinträchtigen, was in einem stark regulierten Markt zu Umsatzverlusten oder Reputationsschäden führen kann. Zudem müssen Pharmaunternehmen permanent in Qualitätssicherung und Produktionsanlagen investieren, um die hohen Standards der Behörden zu erfüllen. Für ein mittelgroßes Unternehmen wie Dermapharm bedeutet dies eine kontinuierliche Belastung der Investitionsbudgets.

Offene Fragen betreffen auch das Tempo, mit dem Dermapharm neue Produkte in seine Zielmärkte einführen und international skalieren kann. Zulassungsverfahren können sich verzögern, und nicht jede Markteinführung verläuft wirtschaftlich erfolgreich. Hinzu kommt die Wettbewerbssituation, in der größere Konzerne mit umfassenderen Ressourcen auf attraktive Nischen aufmerksam werden und Druck auf bisherige Anbieter ausüben können. Für Anleger bleibt daher wichtig, die strategische Entwicklung, die Kommunikation des Managements und die tatsächliche Umsetzung von Wachstumsprojekten im Blick zu behalten.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Zu den absehbaren Katalysatoren für die Dermapharm-Aktie zählt vor allem die ordentliche Hauptversammlung am 26.06.2026 in München, deren Einberufung datiert veröffentlicht wurde. Auf dieser Veranstaltung entscheiden die Aktionäre über die Verwendung des Bilanzgewinns, also insbesondere über die Dividende, sowie über Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und gegebenenfalls über weitere Anträge zu Satzung oder Kapitalmaßnahmen. Für die Kapitalmarktkommunikation kann die HV auch Anlass sein, den Ausblick zu präzisieren oder strategische Schwerpunkte zu betonen, was von Investoren und Analysten genau verfolgt wird.

Ein weiterer wichtiger Katalysator sind die regelmäßigen Quartals- und Jahreszahlen, deren Veröffentlichungstermine im Finanzkalender des Unternehmens zu finden sind. Anleger achten insbesondere auf die Entwicklung der Umsätze im Kerngeschäft mit Markenarzneimitteln und Gesundheitsprodukten sowie auf Margenkennzahlen wie EBITDA-Marge und Nettoergebnis. Überraschungen nach oben oder unten bei Umsatz oder Ergebnis können kurzfristig deutliche Kursbewegungen auslösen. Zudem spielen Aussagen des Managements zur mittelfristigen Strategie, etwa zu Akquisitionen, Kapazitätserweiterungen oder Fokussierungen auf bestimmte Indikationsgebiete, eine große Rolle bei der Einordnung der finanziellen Perspektiven.

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Fazit

Dermapharm Holding verbindet als SDAX-notierter Pharmatitel ein fokussiertes Geschäftsmodell mit Markenarzneimitteln und Gesundheitsprodukten mit der Dynamik eines Nebenwerts. Die jüngste Kursentwicklung mit einem Hoch seit August 2022 und die anstehende Hauptversammlung mit geplanter Dividendenzahlung rücken die Aktie verstärkt in den Fokus von Marktteilnehmern. Für Anleger sind vor allem die Fähigkeit des Unternehmens, seine Nischenstrategie in einem regulierten Markt fortzusetzen, die Entwicklung zentraler Ergebniskennzahlen sowie die künftige Ausschüttungspolitik maßgeblich. Wie sich die Kombination aus defensiven Gesundheitstrends, regulatorischen Anforderungen und der Wettbewerbssituation langfristig auf den Unternehmenswert auswirkt, bleibt eine zentrale Beobachtungsaufgabe für den Kapitalmarkt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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