ROUNDUP, Aktie

Deutsche Börse legt stÀrker als erwartet zu - Aktie leicht im Plus

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 12:17 Uhr | dpa.de

Die Deutsche Börse DE0005810055 hat im zweiten Quartal dank guter GeschÀfte mit Finanzmarkt-Produkten erneut krÀftig zugelegt.

"WĂ€hrend sich die Handelsvolumina nach dem volatilen MĂ€rz in einigen Bereichen erwartungsgemĂ€ĂŸ normalisiert haben, verzeichnen wir in sechs unserer acht GeschĂ€ftsbereiche teils deutliches Erlöswachstum", sagte Deutsche-Börse-Finanzvorstand Jens Schulte am Mittwochabend laut Mitteilung.

Die Nettoerlöse ohne das zinsabhÀngige sogenannte Treasury-Ergebnis stiegen in den drei Monaten bis Ende Juni um neun Prozent auf 1,41 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um zehn Prozent auf 980 Millionen Euro nach oben. Das Unternehmen schnitt damit besser ab, als Experten erwartet hatten.

Die Aktie gab in den ersten Handelsminuten knapp drei Prozent auf 246,20 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit drei Wochen nach. Bis zum Mittag konnte das Papier das Minus aber wettmachen. Zuletzt lag der Kurs mit etwas mehr als 254 Euro etwas ĂŒber dem Niveau vom Mittwochabend. Im bisherigen Jahresverlauf legte der Kurs der Aktie um fast 14 Prozent zu.

Die Prognosen fĂŒr den Nettoerlös und den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ohne das Treasury-Ergebnis wurden bestĂ€tigt. Demnach erwartet der Vorstand um Konzernchef Stephan Leithner weiter Nettoerlöse ohne das Treasury-Ergebnis von 5,7 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 3,1 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr wurden hier Nettoerlöse von 5,2 Milliarden Euro und ein operativer Gewinn ohne Treasury-Ergebnis von 2,7 Milliarden Euro verbucht.

Beim Treasury-Ergebnis ist die Deutsche Börse wegen der Zinserwartungen und höheren Bareinlagen inzwischen etwas optimistischer und rechnet mit einem Wert von mehr als 700 Millionen Euro. Bislang hatte die Deutsche Börse hier mit einem leichten RĂŒckgang auf 700 Millionen Euro gerechnet.

Die Deutsche Börse bietet Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette rund um Finanzmarkttransaktionen an. Diese reichen von der HandelsausfĂŒhrung ĂŒber die Abwicklung bis hin zur Verwahrung von Wertpapieren und der Bereitstellung von Marktdaten sowie Softwarelösungen. Sie baut seit einiger Zeit ihr GeschĂ€ft außerhalb der AktienmĂ€rkte stark aus, um unabhĂ€ngiger von den Schwankungen dort zu werden.

Im Februar hatte der Betreiber von Handelsplattformen und Abwicklungssystemen die vollstĂ€ndige Übernahme des US-Daten- und Indexanbieters ISS Stoxx fĂŒr 1,1 Milliarden Euro angekĂŒndigt. Dabei kauft die Deutsche Börse, die bereits 80 Prozent der Anteile an dem Unternehmen hĂ€lt, vom Finanzinvestor General Atlantic die ĂŒbrigen 20 Prozent.

Bereits im Januar hatte der Konzern mitgeteilt, die Fondsplattform Allfunds GB00BNTJ3546 fĂŒr etwas mehr als fĂŒnf Milliarden Euro ĂŒbernehmen zu wollen. Dies wĂ€re die grĂ¶ĂŸte Übernahme in der Geschichte des Unternehmens. Der Vollzug wird allerdings wegen notwendiger aufsichtsrechtlicher Genehmigungen erst fĂŒr 2027 erwartet.

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