Deutsche Rohstoff Aktie: Zahlenfokus im April
Veröffentlicht am: 17.04.2026 um 15:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Fast 163 Prozent in zwölf Monaten — und jetzt ein Kursrückgang von knapp zehn Prozent an einem einzigen Tag. Bei der Deutschen Rohstoff AG treffen gerade eine außergewöhnliche Kursstory und kurzfristiger Verkaufsdruck aufeinander.
Geschäftsbericht kommt in der zweiten Aprilhälfte
CEO Jan-Philipp Weitz und CFO Henning Döring werden den geprüften Konzernabschluss für 2025 in der zweiten Aprilhälfte vorlegen. Begleitend dazu finden Conference Calls für Analysten und Investoren statt. Der Termin ist deshalb relevant, weil er die erste offizielle Bestätigung der bereits kommunizierten Prognosesprünge liefert.
Anfang April hatte das Unternehmen seine EBITDA-Erwartung für 2026 von 115 bis 135 Millionen Euro auf 290 bis 310 Millionen Euro angehoben. Im optimistischen Szenario hält der Vorstand sogar bis zu 340 Millionen Euro für möglich. Die Umsatzprognose stieg auf 260 bis 280 Millionen Euro.
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Zwei Treiber hinter dem Prognosesprung
Der Sprung hat zwei konkrete Ursachen. Erstens hat die US-Tochter 1876 Resources ihr Bohrprogramm im Powder River Basin deutlich ausgeweitet. Die Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf über 20.000 Barrel Öläquivalent pro Tag klettern. Zweitens verkaufte das Unternehmen rund 9 Millionen Aktien der Beteiligung Almonty Industries — das brachte einen außerordentlichen Ertrag von knapp 100 Millionen Euro.
Hinzu kommt der externe Rückenwind: Spannungen im Nahen Osten und Berichte über Blockaden der Straße von Hormus stützen die Energiepreise. Als US-fokussierter Öl- und Gasproduzent profitiert Deutsche Rohstoff direkt davon.
Kurs unter Druck, Trend intakt
Der heutige Rückgang auf 85,40 Euro erscheint im Kontext des Jahresverlaufs weniger dramatisch. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie noch immer rund 71 Prozent im Plus. Der 50-Tage-Durchschnitt bei gut 80 Euro bildet die nächste relevante Unterstützung.
Das Investitionsprogramm für 2026 liegt bei 220 bis 230 Millionen Euro. Wie sich diese Ausgaben auf den freien Cashflow auswirken, wird der Geschäftsbericht Ende April zeigen — und dürfte die Richtung für die nächste Kursbewegung vorgeben.
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