Deutschland, Partner

Deutschland und Partner kritisieren Israels Siedlungspolitik

22.05.2026 - 16:31:05 | dpa.de

Deutschland und weitere europÀische LÀnder haben die geplante Ausweitung israelischer Siedlungen im besetzten Westjordanland scharf kritisiert.

In einer gemeinsamen ErklÀrung fordern die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich die israelische Regierung auf, die Ausweitung von Siedlungen und administrativen Kompetenzen in den Gebieten zu beenden.

"Das Völkerrecht ist unmissverstĂ€ndlich: Israelische Siedlungen im Westjordanland sind illegal", heißt es. Besonders erwĂ€hnt wird das sogenannte E1-Gebiet - gelegen zwischen Ost-Jerusalem und der Siedlung Maale Adumim.

E1-Gebiet besonders heikel im Nahostkonflikt

Das Gebiet gilt als einer der sensibelsten Punkte im Konflikt zwischen Israel und den PalĂ€stinensern. Eine Bebauung dort wĂŒrde das Westjordanland faktisch in einen nördlichen und einen sĂŒdlichen Teil aufspalten. Damit wĂŒrde die Schaffung eines zusammenhĂ€ngenden Territoriums fĂŒr einen kĂŒnftigen palĂ€stinensischen Staat erschwert oder gar unmöglich gemacht.

In der Mitteilung warnen die vier LĂ€nder Unternehmen davor, sich an Ausschreibungen fĂŒr Bauprojekte im E1-Gebiet oder anderen Bauvorhaben zu beteiligen. "Sie sollten sich der rechtlichen und auch der rufschĂ€digenden Folgen bewusst sein, die ihre Beteiligung am Siedlungsbau hĂ€tte, einschließlich des Risikos, an schweren VerstĂ¶ĂŸen gegen das Völkerrecht beteiligt zu sein."

Lage im Westjordanland seit geraumer Zeit angespannt

Insgesamt habe sich die Lage im Westjordanland in den vergangenen Monaten erheblich verschlechtert. Die vier LĂ€nder forderten die israelische Regierung zudem auf, gegen Siedlergewalt vorzugehen und VorwĂŒrfe gegen israelische Soldaten in diesem Zusammenhang zu untersuchen. Man stelle sich außerdem gegen diejenigen - auch in der israelischen Regierung - die fĂŒr eine Annexion und die gewaltsame Vertreibung der palĂ€stinensischen Bevölkerung eintreten.

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