Nachfrage nach BausparvertrĂ€gen bei der LBS SĂŒd sinkt leicht
20.02.2025 - 12:09:35 | dpa.deDas Brutto-NeugeschĂ€ft im Bereich Bausparen lag im vergangenen Jahr bei 16,3 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Stefan Siebert in Stuttgart mitteilte. Damit habe man an das Vorjahresergebnis anknĂŒpfen und damit in einem herausfordernden Umfeld Marktanteile hinzugewinnen können. 2023 hatte das Brutto-NeugeschĂ€ft noch 16,4 Milliarden Euro betragen.
Der Marktanteil habe sich 2024 auf 37,2 Prozent erhöht. Im Vorjahreszeitraum waren es 33,7 Prozent. "Die Ergebnisse vor der Zinswende 2022 wurden sogar ĂŒbertroffen." GrundsĂ€tzlich teilen sich BausparvertrĂ€ge in zwei Phasen auf: Sparerinnen und Sparer zahlen regelmĂ€Ăig Geld ein, um nach einigen Jahren das Recht auf einen Kredit mit vergleichsweise niedrigen Zinsen zu bekommen. Dadurch haben sie Planungssicherheit, zum Beispiel fĂŒr den Kauf einer Wohnung. Ferner erhalten sie Guthabenzinsen.
Die Niedrigzinspolitik der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) nach der Finanzkrise hatte das GeschĂ€ft der Bausparbranche jahrelang unter Druck gesetzt. GĂŒnstige Kredite waren nichts Besonderes mehr, sondern eine SelbstverstĂ€ndlichkeit. Doch nach der Zinswende der EZB Mitte 2022 haben sich Immobilienkredite deutlich verteuert - und die Nachfrage nach BausparvertrĂ€gen in die Höhe schieĂen lassen. Inzwischen hatte die EZB die Zinsen wieder gesenkt. Und das GeschĂ€ft normalisierte sich.
LBS SĂŒd in drei BundeslĂ€ndern aktiv
WĂ€hrend das klassische BauspargeschĂ€ft etwas zurĂŒckging, zog 2024 das FinanzierungsneugeschĂ€ft stark an: Es ist im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf gut 3,1 Milliarden gestiegen. Knapp die HĂ€lfte sei auf Bauspardarlehen entfallen. Und rund 1,6 Milliarden Euro seien Kredite fĂŒr Vor- und Zwischenfinanzierungen gewesen.
Die LBS SĂŒd ist in Baden-WĂŒrttemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz aktiv. Sie ist aus der Fusion der beiden VorgĂ€ngerinstitute LBS SĂŒdwest und LBS Bayern rĂŒckwirkend zum 1. Januar 2023 entstanden. Dadurch war die Bilanzsumme auf deutlich ĂŒber 30 Milliarden Euro gestiegen. Und damit steht das Institut unter direkter Aufsicht der EZB.
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