Devisen: Euro gibt zum US-Dollar nach
Veröffentlicht: 06.07.2026 um 16:51 Uhr, dpa.deAm Morgen hatte sie noch etwas höher notiert. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1415 (Freitag: 1,1448) Dollar fest.
Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone bewegten den Devisenmarkt nur wenig. FĂŒr die angeschlagene deutsche Industrie gab es am Morgen einen Hoffnungsschimmer: Nach dem RĂŒckschlag im April legte der Auftragseingang im Mai wieder zu. Der Anstieg fiel zudem höher aus als von Experten erwartet.
VP-Bank-Chefvolkswirt Thomas Gitzel erwartet allerdings keine krĂ€ftige Erholung in diesem Jahr. "Der schrumpfende Automobilbau belastet viele Zulieferer, besonders der Maschinenbau leidet darunter", heiĂt es in einer Analyse. "Der Iran-Krieg dĂ€mpft die positiven Effekte der staatlichen RĂŒstungs- und Infrastrukturausgaben."
FĂŒr etwas Zuversicht sorgte auch der vom Institut Sentix erhobene Konjunkturindikator fĂŒr die Eurozone. Dieser erholte sich im Juli den dritten Monat in Folge. Der Anstieg war auch stĂ€rker als erwartet. "RĂŒckenwind liefert die deutliche Aufhellung der deutschen Konjunktur", heiĂt es in der Mitteilung. "Die neuesten politischen MaĂnahmen scheinen bei den Anlegern Eindruck zu machen." Auswirkungen auf den Devisenmarkt waren allerdings nicht zu beobachten.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,85538 (0,85720) britische Pfund, 185,31 (184,48) japanische Yen und 0,9201 (0,9190) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.135 Dollar. Das waren rund 40 Dollar weniger als am Freitag.
