Devisen: Eurokurs im spĂ€teren US-Handel nur noch knapp ĂŒber 1,14 US-Dollar
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 20:57 Uhr | dpa.deRund eine Stunde vor dem Handelsschluss an der Wall Street wurde die GemeinschaftswÀhrung bei 1,1401 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie noch etwas höher notiert. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag in Frankfurt auf 1,1418 (Montag: 1,1426) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8758 (0,8751) Euro.
Die wieder steigenden Rohölpreise stĂŒtzten den Dollar etwas. Angesichts des wieder aufgeflammten Iran-Kriegs sieht die Internationale Energieagentur (IEA) die weltweite Ălversorgung zunehmend unter Druck. "Die Eskalation der Feindseligkeiten, von der die StraĂe von Hormus und die Energieinfrastruktur in der Region betroffen sind, verstĂ€rkt die Sorgen um die Versorgungssicherheit und die Unsicherheit hinsichtlich der Marktaussichten", sagte IEA-Direktor Fatih Birol in einer am Dienstag auf der Internetseite des Interessenverbands von Industriestaaten veröffentlichten Stellungnahme.
Die USA wĂ€ren von Knappheiten bei der Rohölversorgung weniger betroffen, da sie ĂŒber eigene groĂe VorrĂ€te verfĂŒgen. Zudem stĂŒtzen gestiegene Rohölpreise tendenziell den US-Dollar, da Rohöl in dieser WĂ€hrung gehandelt wird. Zudem wird der Dollar in Phasen der Unsicherheit als sichere Alternative gesucht.
Die ZEW-Konjunkturerwartungen aus Deutschland, die sich im Juli stĂ€rker als von Volkswirten erwartet verbessert hatten, bewegten die GemeinschaftswĂ€hrung kaum. "Das Reformpaket scheint Wirkung zu zeigen", kommentierte ZEW-PrĂ€sident Achim Wambach das Ergebnis der Umfrage unter Finanzmarktteilnehmern. "Die Entwicklung des Iran-Konflikts und des Ălpreises bleibt dennoch ein zentraler Unsicherheitsfaktor fĂŒr die Erholung Deutschlands."
