Thema des Tages, Aktienfokus

AKTIEN IM FOKUS: Merck und Sartorius schnellen hoch - weniger GeschÀftssorgen

17.10.2024 - 09:15:38 | dpa.de

Die Aktien der Merck KGaA DE0006599905 und die von Sartorius haben am Donnerstag einen Erholungskurs eingeschlagen.

Sorgen in puncto GeschÀftsentwicklung nahmen ab.

Merck legten kurz nach dem Handelsstart um rund acht Prozent auf 166,40 Euro zu. Seit dem Jahreshoch von 177 Euro Ende August war es zuletzt nach unten gegangen. FĂŒr 2024 steht nun wieder ein Kursplus von mehr als 15 Prozent auf dem Zettel.

Die Papiere des DarmstĂ€dter Pharma- und Spezialchemiekonzerns dĂŒrften laut einem HĂ€ndler auch von der Erleichterung bei Sartorius DE0007165631 profitieren. Bei dem Pharma- und Laborzulieferer aus Göttingen liefen die GeschĂ€fte im dritten Quartal wie erwartet und teils sogar leicht besser.

Zudem bestĂ€tigte Sartorius die Jahresziele, was angesichts niedriger Erwartungen vieler Investoren ausreichen sollte, die Aktien zu stĂŒtzen, schrieb Analyst Charles Weston von der kanadischen Bank RBC. Am Markt waren nach kassierten Jahreszielen des Schweizer Branchenkollegen Tecan am Vortag Sorgen mit Blick auf Sartorius aufgekommen und hatten allgemein belastet.

FĂŒr die im Dax DE0008469008 notierten und zuletzt teils arg gebeutelten Sartorius-Vorzugsaktien ging es im frĂŒhen Handel um gut 17 Prozent auf 268 Euro nach oben. 2024 notieren die Papiere gleichwohl immer noch rund ein FĂŒnftel im Minus. KaufzurĂŒckhaltung der Kunden, die sich wĂ€hrend der Corona-Pandemie die Lager vollgestopft hatten, lastete auf den GeschĂ€ften des Unternehmens und auf dem Aktienkurs.

Neben den eher positiven Signalen seitens Sartorius ziehe mit Blick auf Merck wohl das Zauberwort "KĂŒnstliche Intelligenz" (KI), sagte der HĂ€ndler weiter. Dass Merck nach zwei Studienflops mit wichtigen Medikamenten seine mittelfristigen Wachstumsambitionen fĂŒr die Pharmasparte eindampfte, war laut den Experten des Analysehauses Jefferies zudem keine Überraschung.

Dagegen Ă€ußerte sich das Merck-Management anlĂ€sslich des Kapitalmarkttages zuversichtlich, mittelfristig wieder zu nachhaltigem Wachstum zurĂŒckkehren zu können. Dabei dĂŒrfte Merck eigenen Angaben zufolge dank des aktuellen Booms von KI-Anwendungen von einer beschleunigten Entwicklung in seiner Elektronik-Sparte mit Halbleitermaterialien profitieren. FĂŒr diesen Bereich hob Merck seine Mittelfristziele denn auch an.

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