AKTIEN, FOKUS

AKTIEN IM FOKUS: SpaceX schwächeln nach Zahlen wieder - OHB zeigen Stärke

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 08:35 Uhr | dpa.de

Die Aktien von Weltraumunternehmen stehen am Mittwoch nach dem ersten Geschäftsbericht von Elon Musks SpaceX US84615Q1031 nach deren Börsendebüt im Fokus.

Zum deutschen Vertreter OHB DE0005936124 melden sich derweil einige Analysten erstmals zu Wort.

Im Handel auf der Plattform Tradegate driften die Papiere der beiden deutlich auseinander: Während SpaceX nach ihrer jüngsten Erholungsrally gegenüber dem US-Schlusskurs 7,5 Prozent verlieren, bauen OHB ihre hohen Vortagesgewinne um 7,5 Prozent aus. Im Hauptgeschäft würden sie es damit über exponentielle 200-Tage-Linie schaffen, während SpaceX an der kurzfristigeren 21-Tage-Linie abdrehen.

Bei SpaceX liefen im vergangenen Quartal unterm Strich rote Zahlen von 541 Millionen Dollar auf, nach einem Minus von rund einer Milliarde Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg unterdessen im Jahresvergleich um fast 92 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar. SpaceX übertraf damit deutlich die Erwartungen von Analysten, die im Schnitt eher mit 6,9 Milliarden Dollar gerechnet hatten.

SpaceX-Aktien hatten sich zuletzt etwas von ihrem Rekordtief knapp unter 105 Dollar erholt, nachdem sie Mitte Juni nach dem Börsengang zunächst noch auf über 225 Dollar nach oben geschnellt waren. Im nachbörslichen US-Handel nahmen die Anleger nach den Geschäftszahlen aber wieder den Fuß vom Gas. Am Donnerstag läuft die Haltefrist für weitere Aktien von Firmeninsidern und frühen Investoren aus, die dann in den Handel kommen könnten.

Goldman-Sachs-Analyst Eric Sheridan ist mit seinem auf 220 Dollar angehobenen Kursziel allerdings optimistisch, dass die Aktien zumindest wieder an ihren Höchststand heranrücken. Mit dem ersten Quartalsbericht habe der Weltraum- und KI-Konzern seine großen Zielmärkte untermauert, schrieb er und hob die Fortschritte im KI-Bereich hervor. Diese seien der Grund für seine veränderten Prognosen.

OHB, die auf Tradegate am Morgen bis zu 272,50 Euro kosteten, trauen Experten nach aktuellen Analysen derweil bis zu 358 Euro zu. Dieses Kursziel setzte Michael Filatov von der Berenberg Bank für den europäischen Vertreter im "Weltraum-Superzyklus" an. Der rekordhohe Auftragsbestand sorge für eine überragend gute Berechenbarkeit, so der Analyst. Seine Kollegen von Jefferies und Goldman Sachs nannten derweil in aktuellen Analysen Kursziele von 280 und 250 Euro.

de | boerse | 69918139 |