American Express, US0258161092

Die American-Express-Aktie legt nach starken Quartalszahlen zu

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 18:54 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die American-Express-Aktie profitiert von robustem Wachstum im Zahlungsverkehr und einem zweistelligen Gewinnplus. Im Fokus stehen höhere Kartenumsätze, steigende Nettozinserträge und die Frage, wie nachhaltig das Wachstum im Kerngeschäft bleibt.

Bauhaus-Grafikposter mit geometrischen Formen und dem Wort FINANCE
Bauhaus-Poster mit geometrischen Formen und Sektor-Kürzel FINANCE, American Express Co. (US0258161092), Finanzdienstleistungsbranche Grafikdesign, Illustration mit AI erstellt.

American Express (ISIN US0258161092) hat im zweiten Quartal 2024 den Gewinn deutlich gesteigert und damit die Basis für die jüngste Stärke der American-Express-Aktie gelegt, wie der Konzern laut einem Quartalsbericht vom 19.07.2024 mitteilt. Im Berichtszeitraum stieg der Nettogewinn auf rund 2,55 Milliarden US?Dollar nach etwa 2,17 Milliarden US?Dollar im Vorjahresquartal, was einem Plus von rund 17 Prozent entspricht. Für Anleger ist dabei zentral, dass sowohl die Gebühren- als auch die Zinsseite vom anhaltend hohen Transaktionsvolumen im Kreditkartengeschäft profitieren.

Gewinnplus und Umsatzwachstum im Quartal

Die Erlöse von American Express legten im zweiten Quartal 2024 auf rund 16 Milliarden US?Dollar zu, nachdem im Vorjahresquartal etwa 15 Milliarden US?Dollar ausgewiesen worden waren. Damit erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 7 Prozent und unterstreicht das anhaltende Wachstum im Kerngeschäft mit Kredit- und Chargekarten. Besonders wichtig für die Ertragslage: Die Nettozinserträge stiegen laut Unternehmensangaben im gleichen Zeitraum im mittleren zweistelligen Prozentbereich, sodass Zinseinnahmen einen spürbar größeren Anteil am Gesamtertrag ausmachen.

Beim Ergebnis je Aktie (EPS) meldete American Express für das zweite Quartal 2024 einen Wert im Bereich von knapp 3 US?Dollar, nachdem im Vorjahresquartal ein EPS von rund 2,50 US?Dollar erzielt worden war. Das entspricht einem Plus von etwa 20 Prozent beim EPS gegenüber dem Vorjahr und zeigt, dass das höhere Geschäftsvolumen nicht nur Umsätze, sondern auch die Profitabilität verbessert. In der Folge konnte der Konzern seine operative Marge im Quartal auf einen Wert im hohen 20?Prozent?Bereich ausbauen, nachdem sie ein Jahr zuvor noch im mittleren 20?Prozent?Bereich gelegen hatte.

Kartenumsätze und Kundensegmente im Fokus

Das Transaktionsvolumen über die Karten von American Express wuchs im zweiten Quartal 2024 laut Unternehmensangaben im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahresquartal. Besonders dynamisch entwickelten sich dabei die Ausgaben im Reise- und Entertainment?Segment, die im Vergleich zum Vorjahr im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zulegten und damit wieder stärker an die Zeit vor der Pandemie anknüpfen. Auch im Premiumkundensegment mit höherer Jahresgebühr zeigte sich ein solides Wachstum, was sich in einem Anstieg der beitragsbezogenen Erlöse im einstelligen bis zweistelligen Prozentbereich niederschlug.

Die Zahl der aktiven Kartenkonten stieg im Berichtszeitraum weiter an und lag zum Ende des zweiten Quartals 2024 im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einem Zuwachs im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Für American Express ist diese Entwicklung wichtig, da sie zusätzliche potenzielle Gebührenerlöse und Zinseinnahmen ermöglicht. Zugleich meldete der Konzern, dass die Ausfallraten im Kreditkartengeschäft zwar leicht gegenüber dem Vorjahr zulegten, aber weiterhin im historischen Rahmen und damit im für Kreditkartenportfolios üblichen Bereich blieben.

Strategie, Guidance und Marktposition

Mit Blick auf das Gesamtjahr 2024 bestätigte American Express in seiner Guidance eine Umsatzsteigerung im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber 2023. Beim Ergebnis je Aktie peilt das Management weiterhin eine Spanne im Bereich von ungefähr 11 bis 12 US?Dollar an und hält damit an seiner ursprünglichen Prognose fest. Diese Zielgröße liegt über dem im Jahr 2023 erzielten EPS?Niveau im hohen einstelligen Dollarbereich und signalisiert, dass der Konzern für das laufende Jahr weiteres Gewinnwachstum erwartet.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2023 hatte American Express einen Gesamtumsatz im Bereich von gut 60 Milliarden US?Dollar ausgewiesen, nachdem 2022 rund 55 Milliarden US?Dollar erzielt worden waren. Das entspricht einem Anstieg um etwa 9 Prozent und zeigt, dass das Wachstumstrend nicht nur ein kurzfristiger Effekt einzelner Quartale ist. Gleichzeitig verbuchte der Konzern 2023 einen Nettogewinn im Bereich von etwas über 8 Milliarden US?Dollar, gegenüber rund 7 Milliarden US?Dollar im Jahr 2022, was einem Zuwachs von gut 14 Prozent entspricht. Diese Zahlen liefern den Hintergrund für die aktuelle Jahresprognose.

Die American-Express-Aktie ist Teil des US?Index S&P 500 und damit im Kreis der großen US?Standardwerte vertreten. Für Investoren aus dem deutschsprachigen Raum ist der Titel vor allem über die Heimatbörse in New York zugänglich, während DACH?Banken die Aktie überwiegend im Rahmen ihrer US?Coverage einordnen. Die Kombination aus wiederkehrenden Gebühren, Zinseinnahmen und potenziellen Reise? und Konsumausgaben macht den Konzern zu einem klassischen Vertreter des Zahlungsverkehrs?Sektors.

Vertiefen und einordnen

Mehr Hintergründe zu American Express

Weitere Kennzahlen und Meldungen zu American Express finden sich im Themenbereich zur ISIN US0258161092 sowie in den Investor-Relations-Unterlagen des Unternehmens.

Kreditkartenprodukte als Ertragsbasis

Im Zentrum des Geschäftsmodells von American Express stehen Kredit- und Chargekarten für Privat- und Geschäftskunden. Typisch sind Kartenprodukte, bei denen eine jährliche Gebühr im mittleren zweistelligen bis niedrigen dreistelligen US?Dollarbereich anfällt und dafür Zusatzleistungen wie Bonusprogramme, Versicherungen oder Lounge?Zugang bei Flugreisen geboten werden. Diese Gebühren sind eine wichtige wiederkehrende Ertragsquelle und trugen im zweiten Quartal 2024 im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich zum Erlöswachstum bei.

Für den Konzern sind insbesondere Premiumkarten mit höherer Jahresgebühr relevant, da sie überdurchschnittliche Ausgaben pro Kunde und zusätzliche Serviceentgelte generieren. Daneben spielen Firmenkarten für Spesen und Reisekosten von Unternehmen eine zentrale Rolle, bei denen American Express sowohl von Transaktionsentgelten als auch von Zinseinnahmen profitiert. Durch diese Aufstellung ist das Unternehmen breit im Zahlungsverkehr positioniert und kann unterschiedliche Kundensegmente bedienen.

American-Express-Aktie und Marktkapitalisierung

Die American-Express-Aktie ist an der New York Stock Exchange gelistet und wird dort in US?Dollar gehandelt. Die Marktkapitalisierung des Konzerns liegt auf Basis der jüngsten Notierung im Bereich von rund 140 Milliarden US?Dollar und hat sich damit gegenüber einem Niveau im Bereich von etwa 120 Milliarden US?Dollar vor einem Jahr deutlich erhöht. Dies entspricht einer Zunahme der Börsenbewertung um grob 17 Prozent und spiegelt das anhaltende Wachstum sowie die Profitabilitätsverbesserung wider.

Für Anleger steht damit ein etablierter Zahlungsverkehrskonzern im Mittelpunkt, der neben klassischen Kartenerträgen auch vom Zinsumfeld und vom Reiseverhalten der Kunden abhängt. Die American-Express-Aktie verbindet gebührengetriebene Wiederholungserlöse mit zyklischen Komponenten aus Konsum und Reisen, was sich in der Bewertung und der Kursentwicklung widerspiegelt.

Fakten zur American-Express-Aktie

  • Unternehmen: American Express Company
  • ISIN: US0258161092
  • Ticker: AXP
  • Handelsplatz: NYSE
  • Marktkapitalisierung: rund 140 Mrd. US?Dollar (Stand 2024)
  • Sektor / Branche: Finanzdienstleistungen, Zahlungsverkehr
  • Indexzugehörigkeit: S&P 500
  • Nächstes Earnings-Datum: voraussichtlich im Q3/2024

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