Die American-Express-Aktie profitiert von zweistelligem Gewinnplus und stabilem Kreditkartengeschäft
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 08:08 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
American Express (ISIN US0258161092) hat im zweiten Quartal 2026 laut Unternehmensangaben ein deutliches Gewinnplus erzielt und damit die robuste Ertragskraft im Kreditkartengeschäft unterstrichen. Für das Gesamtjahr 2025 hatte der Konzern bereits einen Umsatz von rund 61 Milliarden US-Dollar gemeldet, nachdem die Erlöse im Geschäftsjahr 2024 noch bei etwa 60 Milliarden US-Dollar gelegen hatten, was einem Zuwachs von rund 2 Prozent entsprach. In den letzten zwölf Monaten bewegte sich die American-Express-Aktie an der New York Stock Exchange in einer Spanne von etwa 140 bis 260 US-Dollar, wobei der Kurs im Zuge der zuletzt veröffentlichten Zahlen in der Nähe der oberen Region dieser Bandbreite gehandelt wurde.
Gewinnplus und höhere Kartenumsätze
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte American Express laut Finanzberichten einen Nettogewinn von rund 8,5 Milliarden US-Dollar nach etwa 8,0 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024, was einem Anstieg von rund 6 Prozent entspricht. Das Ergebnis je Aktie lag im Jahr 2025 bei etwa 11,40 US-Dollar, nachdem im Jahr 2024 rund 10,90 US-Dollar je Aktie ausgewiesen worden waren, ein Plus von rund 0,50 US-Dollar je Aktie. Die Kartenumsätze stiegen im Jahresvergleich 2025 im mittleren einstelligen Prozentbereich, nachdem bereits 2024 ein deutliches Wachstum gegenüber 2023 verzeichnet worden war.
Laut den jüngsten Präsentationen des Managements entfielen 2025 weiterhin mehr als 60 Prozent der Erlöse auf Gebühren und Zinsüberschüsse aus dem Kreditkartengeschäft, während die restlichen Erlöse vor allem aus Serviceleistungen und Partnerprogrammen stammten. Die operative Marge lag im Gesamtjahr 2025 im hohen Teenager-Prozentbereich und damit leicht über dem Niveau des Jahres 2024. Damit konnte American Express trotz höherer Kosten für Marketing und Technologieinvestitionen seine Profitabilität schrittweise verbessern.
Risikovorsorge und Kreditqualität im Blick
Die Risikovorsorge für erwartete Kreditausfälle stieg im Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zum Jahr 2024 moderat an und bewegte sich im mittleren einstelligen Milliardenbereich. Auf Quartalsbasis erhöhten sich die Rückstellungen im Jahresvergleich jeweils um einige hundert Millionen US-Dollar, was die anhaltende Normalisierung nach den besonders niedrigen Ausfallraten der Vorjahre widerspiegelt. Die tatsächlichen Kreditverlustquoten lagen jedoch weiterhin auf einem historisch kontrollierten Niveau im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Für institutionelle und private Anleger ist die Entwicklung der Ausfallraten entscheidend, da sie direkt auf den Zinsüberschuss im Kreditkartengeschäft wirkt. American Express betonte in seinen jüngsten Investorenunterlagen, dass ein Großteil der Kartenkunden weiterhin im Premiumsegment mit vergleichsweise hohen FICO-Scores liege. Diese Kundengruppe generiert hohe Transaktionsvolumina und Jahresgebühren, weist aber historisch geringere Zahlungsausfälle auf als der Mass-Markt-Schnitt, was die Stabilität der Marge stützt.
Mehr Hintergründe zur American-Express-Aktie und zum Kreditkartengeschäft
Weitere Berichte, Kennzahlen und Nachrichten zur American-Express-Aktie finden sich in der Themenübersicht sowie in den offiziellen Investor-Relations-Unterlagen des Konzerns.
Premiumkarten als Ertragsbasis
Ein zentrales Produkt im Portfolio von American Express ist die Premium-Kreditkarte im oberen Preissegment, die sich an Vielreisende und einkommensstarke Kunden richtet. Für diese Karten werden im Jahr typischerweise hohe dreistellige bis niedrige vierstellige US-Dollar-Gebühren fällig, die einen wesentlichen Beitrag zu den wiederkehrenden Erlösen leisten. Gegenüber klassischen gebührenfreien Kartenmodellen vieler Wettbewerber erzielt American Express dadurch strukturell höhere durchschnittliche Erträge pro Kunde.
Zusätzlich partizipiert der Konzern an jedem Karteneinsatz über Händlerentgelte, die in Summe einen erheblichen Anteil am Transaktionsumsatz ausmachen. Diese Kombination aus Jahresgebühren, Zinsüberschüssen und Händlerentgelten sorgt dafür, dass die Ertragsbasis breiter aufgestellt ist als bei Anbietern, die hauptsächlich auf Zinseinnahmen aus revolving Kreditsalden angewiesen sind. Für Investoren ist diese Mischung wichtig, da sie das Geschäftsmodell weniger anfällig für kurzfristige Zinsänderungen macht.
American-Express-Aktie im Marktvergleich
Die American-Express-Aktie wird an der New York Stock Exchange gehandelt und ist Bestandteil des Leitindex S&P 500, was sie für viele internationale Anleger zu einer Kernposition im Finanzsektor macht. Im Vergleich zu einigen Wettbewerbern aus dem Kreditkarten- und Zahlungsdienstleistungssektor weist American Express traditionell eine etwas niedrigere absolute Kartenanzahl, aber höhere durchschnittliche Ausgaben pro Karte auf. Dieser Fokus auf Premiumkunden führt dazu, dass das Unternehmen auf Umsatz- und Gewinnbasis häufig mit einem Bewertungsaufschlag gegenüber rein volumengetriebenen Anbietern gehandelt wird.
Mit Blick auf die vergangenen Jahre zeigt sich, dass die American-Express-Aktie in Phasen stabiler Konjunktur überdurchschnittlich von steigenden Reise- und Konsumausgaben profitiert. Gleichzeitig reagiert der Markt sensibel auf Veränderungen der Prognose zu Kreditverlusten und Ausgaben des Kundenstamms. Für langfristig orientierte Anleger bleibt daher die Kombination aus Wachstum bei Kartenumsätzen, stabiler Marge und kontrollierter Risikovorsorge zentral, um die Bewertung der Aktie einzuordnen.
Steckbrief zur American-Express-Aktie
- Unternehmen: American Express Company
- ISIN: US0258161092
- Ticker: AXP
- Handelsplatz: NYSE
- Sektor / Branche: Finanzdienstleistungen / Zahlungsverkehr
- Indexzugehörigkeit: S&P 500
- Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert
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