AnbauflĂ€che fĂŒr Getreide wĂ€chst nach Tiefstand wieder
19.05.2026 - 08:49:20 | dpa.deDie Landwirtschaftsbetriebe bauen nach SchĂ€tzung des Statistischen Bundesamtes fĂŒr das Erntejahr 2026 auf einer FlĂ€che von 6,03 Millionen Hektar Getreide an. Das wĂ€ren 108.200 Hektar oder 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Behörde mitteilte. Damit wĂŒrde die AnbauflĂ€che das Niveau von 2023 ĂŒbertreffen, nachdem sie 2024 witterungsbedingt auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe 2010 gesunken war.
Der Schwerpunkt des Getreideanbaus in Deutschland liegt mit groĂem Abstand auf Wintergetreide wie Winterweizen, Wintergerste und Roggen. Dieses Jahr wird Wintergetreide auf knapp 5,0 Millionen Hektar angebaut. Das sind 2,3 Prozent mehr als 2025 und fast 83 Prozent der GetreideanbauflĂ€che. Die AnbauflĂ€che fĂŒr Sommergetreide bleibe dagegen fast unverĂ€ndert, so die Statistiker. Wintergetreide wird im Herbst des Vorjahres ausgesĂ€t und bringt in der Regel höhere ErtrĂ€ge als das Sommergetreide, das erst ab MĂ€rz auf die Felder kommt.
In anderen Bereichen gab es laut der Statistiker teils deutliche RĂŒckgĂ€nge. Kartoffeln etwa werden geschĂ€tzt auf 280.400 Hektar angebaut - rund sieben Prozent weniger als im vergangenen Erntejahr. Die AnbauflĂ€che fĂŒr ZuckerrĂŒben betrĂ€gt voraussichtlich 338.700 Hektar, ein Minus von 12,6 Prozent.
Den deutschen Bauern setzen Preisdruck und steigende Kosten zu, sie schauen daher mit gedĂ€mpften Erwartungen auf das laufende Jahr. Die Preise fĂŒr Getreide seien auf das Niveau der frĂŒhen Achtzigerjahre gefallen, auch bei Zucker und Kartoffeln gebe es Druck, hatte BauernprĂ€sident Joachim Rukwied zu Jahresbeginn gesagt.
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