Drohungen, US-Präsident

Ölpreise legen zu - Neue Drohungen von US-Präsident Trump Richtung Iran

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 10:30 Uhr, dpa.de

Die anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten haben die Ölpreise am Mittwoch erneut nach oben getrieben.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 86,45 US-Dollar. Damit war die globale Referenzsorte 2,04 Prozent teurer als am Vortag. Der Ölpreis knüpfte so an die Preisaufschläge der Vortage an. Anfang Juli war der Preis noch auf gut 70 Dollar gefallen.

US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, "es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln", sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe auch in den kommenden Nächten an. Die Attacken würden weitergehen, "bis ich sage, dass es genug ist".

Das US-Militär begann am Dienstag nach eigenen Angaben seine nächste Welle von Angriffen auf den Iran und nahm auch die Seeblockade iranischer Häfen und Küstengebiete wieder auf. Mit den neuen Angriffen sollten laut US-Angaben iranische Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus verhindert werden.

Zwar habe sich der Rohölpreis nach der jüngsten Rally allmählich stabilisiert, doch brauche es nach wie vor einen mutigen Reeder, um die Straße von Hormus zu durchqueren, da die Gefahr von Angriffen durch mit Teheran verbündete Kräfte nach wie vor sehr real sei, sagte Chris Weston, Leiter der Forschungsabteilung beim Handelshaus Pepperstone und fuhr fort: "Das allgemeine geopolitische Umfeld verschlechtert sich weiter, was die Rohölpreise weiterhin stützt und Käufer dazu veranlasst, wieder einzusteigen, sollten die Preise in Richtung der 90-Dollar-Marke steigen."

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