Die Aurubis-Aktie reagiert nach Zahlen stabil auf sinkende Metallpreise
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 18:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Aurubis-Aktie (ISIN DE0006766504) steht nach den jüngsten Geschäftszahlen im Blick von MDAX-Anlegern: Für das Geschäftsjahr 2023/24 meldete der Hamburger Kupferkonzern einen Umsatz von rund 15,9 Mrd. Euro, nachdem im Vorjahr etwa 18,5 Mrd. Euro erzielt worden waren, was vor allem auf niedrigere Metallpreise zurückgeführt wurde. Zugleich lag das operative Ergebnis (EBIT) laut Unternehmensangaben im Geschäftsjahr 2023/24 bei rund 429 Mio. Euro, nach etwa 426 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2022/23, sodass Aurubis seinen Ausblick auf ein stabiles Ergebnis im Rahmen der Prognose bestätigte.
Ergebnis stabil trotz geringerer Metallpreise
Nach Unternehmensangaben konnte Aurubis im Geschäftsjahr 2023/24 den Absatz von Kupferkathoden und -produkten erhöhen, während die Basis für das Ergebnis vor allem in höheren Raffinierlöhnen für Konzentrate und Recyclingmaterial lag. Gleichzeitig wirkten sich niedrigere Notierungen an den Metallmärkten dämpfend auf den Umsatz aus, sodass die Erlöse von rund 18,5 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2022/23 auf etwa 15,9 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2023/24 zurückgingen, obwohl das operative EBIT im gleichen Zeitraum von etwa 426 Mio. Euro nur leicht auf rund 429 Mio. Euro zunahm. Für Anleger ist damit vor allem entscheidend, dass der Konzern seine operative Profitabilität trotz des Umsatzrückgangs stabil halten konnte.
Der Konzern verwies zudem darauf, dass die operative Rendite im Kupfergeschäft im Geschäftsjahr 2023/24 durch eine gute Auslastung der Hütten und Schmelzen gestützt wurde. Während die Metallpreise im Jahresverlauf teilweise deutlich unter den Höchstständen des Vorjahres lagen, wurde ein Teil dieses Rückgangs durch höhere Raffinierlöhne kompensiert. Nach Unternehmensangaben zeigte sich insbesondere das Recyclinggeschäft robust, sodass Aurubis an seiner strategischen Ausrichtung im Bereich der Kreislaufwirtschaft festhalten kann.
Ausblick und Investitionsprogramm im Fokus
Für das laufende Geschäftsjahr gab der Konzern einen Ergebniskorridor für das operative EBIT aus, der im Wesentlichen an das Niveau des Vorjahres anknüpft. So peilt Aurubis laut eigener Prognose für das Geschäftsjahr 2024/25 ein operatives EBIT in einer Größenordnung an, das nahe beim Wert von rund 429 Mio. Euro des Geschäftsjahres 2023/24 liegen soll, während Investitionen in die Erweiterung von Recyclingkapazitäten und den Ausbau von Energieeffizienzprojekten geplant sind. Im zurückliegenden Berichtsjahr beliefen sich die Investitionen nach Unternehmensangaben auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag, womit die Grundlage für zusätzliches Ergebniswachstum in den kommenden Jahren gelegt werden soll.
Parallel dazu setzt Aurubis seine Dividendenpolitik fort, die eine verlässliche Ausschüttung an die Aktionäre vorsieht. Für das Geschäftsjahr 2022/23 hatte der Konzern eine Dividende von 1,40 Euro je Aktie vorgeschlagen, nachdem im Vorjahr 1,60 Euro je Aktie ausgeschüttet worden waren, womit die Entwicklung der Dividende dem rückläufigen Jahresüberschuss folgte. Damit signalisiert das Management, dass weiterhin eine am nachhaltigen Ergebnis orientierte Ausschüttungsquote im Vordergrund steht, ohne die geplanten Investitionen in Wachstum und Dekarbonisierung zu gefährden.
Mehr Hintergründe zur Aurubis-Aktie
Weitere Zahlen, Präsentationen und Berichte zum Kupferkonzern finden interessierte Anleger im umfassenden Investor-Relations-Bereich des Unternehmens sowie in zusätzlichen Nachrichten und Analysen zur Aurubis-Aktie.
Recyclinggeschäft und Kupferprodukte als Wachstumstreiber
Ein zentrales Standbein von Aurubis ist das Recyclinggeschäft, in dem der Konzern Altmetalle, Elektronikschrott und andere Sekundärrohstoffe zu hochwertigen Kupferkathoden und -produkten verarbeitet. Der Anteil von Recyclingmaterial an der Einsatzmenge lag im Geschäftsjahr 2023/24 nach Unternehmensangaben bei einem signifikanten Anteil, der gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/23 weiter ausgebaut wurde. Damit stärkt Aurubis seine Position als integrierter Kupferanbieter, der sowohl Primär- als auch Sekundärrohstoffe verarbeitet und von einem breiten Kundenspektrum in der Elektro-, Bau- und Automobilindustrie profitiert.
Im Segment Kupferprodukte belief sich der Absatz von Walz- und Gießprodukten im Geschäftsjahr 2023/24 auf ein Volumen im Millionen-Tonnen-Bereich, das gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert wurde. Dabei profitierte der Konzern von einer weiterhin hohen Nachfrage nach Kupferlösungen für erneuerbare Energien, Elektromobilität und Digitalisierung. Für Anleger bleibt damit interessant, wie sich die Kombination aus Recycling-Expansion, Effizienzsteigerung in den Hüttenwerken und der strukturellen Nachfrage nach Kupfer langfristig im Ergebnis widerspiegelt.
Aurubis-Aktie im Marktvergleich
Die Aurubis-Aktie wird unter anderem auf Xetra gehandelt und ist dem MDAX zugeordnet, wodurch sie insbesondere für institutionelle und private Anleger aus dem deutschsprachigen Raum gut zugänglich ist. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023/24 schwankte der Kurs in einer Bandbreite, die im Wesentlichen von der Entwicklung der Kupfernotierungen an den internationalen Warenterminbörsen und von den Unternehmensnachrichten bestimmt wurde. Im Umfeld der Veröffentlichung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2023/24 notierte die Aurubis-Aktie auf Xetra bei rund 72 Euro, während der Kurs ein Jahr zuvor im Bereich von etwa 75 Euro gelegen hatte, sodass sich über diesen Zeitraum ein moderater Rückgang ergab.
Gleichzeitig bewegte sich die Marktkapitalisierung des Konzerns im Zuge dieser Kursentwicklung im einstelligen Milliardenbereich. Die Börsenbewertung reflektiert damit einerseits die zyklische Natur des Metall- und Kupfergeschäfts, andererseits aber auch die Rolle von Aurubis als strategischer Lieferant für die Energiewende und Elektrifizierung. Im Vergleich zu anderen europäischen Metall- und Rohstoffunternehmen zeigt die Aktie eine Entwicklung, die eng an die Kupferpreistrends und die Auslastung der Hüttenanlagen geknüpft ist, wobei operative Effizienzmaßnahmen und die Recyclingstrategie zunehmend als Differenzierungsfaktor wahrgenommen werden.
Kupferkathoden als Kernprodukt
Zu den wichtigsten Produkten von Aurubis zählen hochwertige Kupferkathoden, die als Ausgangsmaterial für zahlreiche Anwendungen in der Elektroindustrie, im Maschinenbau und in der Bauwirtschaft dienen. Diese Kathoden erfüllen internationale Qualitätsstandards und werden in großem Umfang an Kunden in Europa und weltweit geliefert. Ein erheblicher Teil des Konzernumsatzes entfällt auf diese Grundprodukte, die im Geschäftsjahr 2023/24 gemeinsam mit den weiterverarbeiteten Kupferprodukten den Großteil der genannten Erlöse von rund 15,9 Mrd. Euro generierten.
Bewertung der Aurubis-Aktie aus Anlegersicht
Für die Aurubis-Aktie bleibt vor allem die Fähigkeit des Unternehmens entscheidend, das operative Ergebnis trotz schwankender Metallpreise stabil zu halten und zugleich in Wachstum sowie Dekarbonisierung zu investieren. Mit einem Umsatzrückgang von rund 18,5 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2022/23 auf etwa 15,9 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2023/24 bei gleichzeitig leicht steigendem operativem EBIT von rund 426 Mio. Euro auf 429 Mio. Euro zeigt der Konzern, dass er seine Margen durch höhere Raffinierlöhne und eine bessere Auslastung schützen kann. Die Dividendenentwicklung mit einer Ausschüttung von 1,40 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2022/23 nach 1,60 Euro je Aktie im Vorjahr unterstreicht zudem eine auf nachhaltige Ertragskraft ausgerichtete Politik, die auch in den kommenden Jahren eng mit der Investitionsplanung verzahnt sein dürfte.
Fakten zur Aurubis-Aktie
- Unternehmen: Aurubis AG
- ISIN: DE0006766504
- WKN: 676650
- Ticker: NDA
- Handelsplatz: Xetra
- Kurs (Stand 22.07.2026, 17:35 Uhr): 72,00 EUR
- Marktkapitalisierung: 3,20 Mrd. EUR (Stand 22.07.2026)
- Sektor / Branche: Metalle und Bergbau / Nichteisenmetalle
- Indexzugehörigkeit: MDAX
- Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert
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