Drohnen-Vorfall: Auch NordlÀnder verurteilen russische Drohungen
22.05.2026 - 20:06:21 | dpa.deMoskau hatte zuvor unbelegte VorwĂŒrfe gegen die EU- und Nato-Mitglieder Estland, Lettland und Litauen erhoben, ukrainische Drohnenangriffe zu unterstĂŒtzen und ihren Luftraum und ihr Staatsgebiet dafĂŒr zur VerfĂŒgung zu stellen.
"Russland versucht, von seinem völkerrechtswidrigen Krieg abzulenken und Nato-VerbĂŒndete einzuschĂŒchtern. Dies wird nicht gelingen und muss unverzĂŒglich aufhören", schrieben die Chefdiplomaten der sogenannten NB8-Staaten. Zu der Staatengruppe gehören Schweden, Finnland, Norwegen, Island, DĂ€nemark, Estland, Lettland und Litauen.
Im Zuge des Ukraine-Krieges hat es bereits mehrere VorfĂ€lle mit Drohnen gegeben. Bei Angriffen sind mehrere fehlgeleitete ukrainische Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten und auch Finnlands eingedrungen und teils abgestĂŒrzt. Kiew hatte mit ihnen Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen. Moskau hatte daraufhin seine unbelegten Behauptungen erhoben - und zuletzt auch Drohungen gegen Lettland ausgesprochen.
Scharfe Verurteilung von russischen Drohungen
In der ErklĂ€rung verurteilten die AuĂenminister die russischen Drohungen aufs SchĂ€rfste und betonten, dass VorfĂ€lle mit Drohnen, die in den Nato-Luftraum eindringen, eine direkte Folge von Russlands Krieg seien. Die Ukraine habe das legitime Recht, sich zu verteidigen und NB8-Staaten wĂŒrden sie weiterhin politisch, militĂ€risch und finanziell unterstĂŒtzen, hieĂ in der Mitteilung.
Die nordischen und baltischen Staaten zĂ€hlen zu den gröĂten UnterstĂŒtzern der Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion wehrt. FĂŒnf der acht LĂ€nder grenzen an Russland.
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